Weiter geht’s mit meiner Feuerwehrserie. Im heute in den LN erschienenen Teil absolviert Andreas Göldner seinen ersten Theorie-Kurs. Mit Erfolg?

Lest selbst:

Ohne Theorie darf keiner ins Feuer

Übrigens: Ab jetzt erscheint die Serie in den LN (und damit auch hier) in loser Folge, etwa einmal monatlich gibt es einen neuen Teil.

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Mehr als 3000 Bürger in Ostholstein sind Mitglied in der Feuerwehr, seit kurzem gibt es eines mehr. Andreas Göldner ist neu dabei und die LN begleiten ihn in seinem ersten Jahr als Feuerwehranwärter.

Im zweiten Teil meiner neuen Serie stellen wir das Neumitglied vor. Erschienen heute, 29. Dezember, in den Lübecker Nachrichten, Lokalteil Ostholstein-Süd:

"Im Kegelclub kann ich keine Leben retten"

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Nach langer Planungszeit ist heute meine selbst konzipierte Serie zur Ausbildung in den Freiwilligen Feuerwehren in den Lübecker Nachrichten - Lokalausgabe Ostholstein Süd gestartet.

Zu Beginn gab es ein Interview mit Ostholsteins Landrat Reinhard Sager und dem Kreisbrandmeister Ralf Thomsen. Ab der kommenden Woche geht es dann richtig los: Wir begleiten einen Feuerwehranwärter ein Jahr lang während seiner Ausbildung und dem Feuerwehralltag, beleuchten Probleme und Freuden in der Wehr.

Für alle Interessierten gibt es hier schon einmal das Interview:

Interview zur Feuerwehr-Serie

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Im T-Punkt schleppt ein Magentahemdfarbener Mitarbeiter eine Kundin Mitte 50 zum iPhone-Stand. “Sie können auch ein iPhone haben, damit können Sie surfen, mailen und sogar eine Wasserwaage hat es. Ich hole einmal den Prospekt mit den Tarifen.” Kundin nimmt das Handy, dreht es in der Hand, drückt drauf rum. Dreht sich zu mir: “Kann man damit denn auch telefonieren?”

Ich habe mir das iPhone kurze Zeit später gekauft. Nachdem es sich endlos hingezogen hat, bis sich die entsprechenden Vertragsmodalitäten mit T-Mobile geklärt haben, konnte ich es kaum erwarten, endlich das iPhone 3GS zu bestellen. Und dann war es da. Und dann war es gar nicht mehr so spektakulär.

Ein Twitterkommentar über meine Enttäuschung lautete: “das muss man erstmal realisieren!” So scheint es wirklich zu sein, denn je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr Spaß macht es mir, das iPhone. Mittlerweile habe ich den Appstore verstanden und mir nette und blöde und nützliche Apps herunter geladen. Ich habe die Standby-Taste nach drei Tagen gefunden und weiß seit Kurzem auch, wie man beim Schneiden von Videos den Cursor bewegt.

Aber ich hole auch jeden Abend ein extra Abschminktuch aus der Packung, um die Spuren des Tages wieder vom Handy zu wischen. Und manchmal kann ich die Focus online Artikel vor lauter Fingerabdrücken auf dem Display gar nicht richtig lesen.

Seit ich mein iPhone habe, gibt es auch häufiger Missverständnisse mit meinem Freund. Er versteht mich einfach nicht mehr. Lautsprecher und Mikrofon sind so leise, dass man nicht telefonieren kann, ohne dass es jeder drum herum mitkriegt. Aber das ist noch besser, als die Monologe in der Freisprecheinrichtung. Ich lausche dem Anrufer andächtig, auf meine Ratschläge hört er aber nicht. Er hört sie nicht.

Seit ich mein iPhone habe kann ich aber auch ständig twittern, immer meine Emails empfangen und meinen Kontostand abrufen. Ich weiß, wo die nächste Post ist, habe mitten im Wald immer eine Karte dabei und kann Kühe mit der Steinschleuder treffen.

Daher mein Fazit: wirklich faszinierend ist das iPhone nicht mehr. Aber es bereichert meine Alltag. Der Mittfünfzigerin würde ich heute antworten: “Das iPhone kann alles. Aber nicht telefonieren.”

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Von: Lina
An: einen Freund
Betreff: Es gab da mal eine Zeit…

Es gab da mal eine Zeit, da haben wir uns nur in den Vorlesungen und Seminaren gesehen. Das war eigentlich auch ganz lustig, weil man immer wusste, dass da jemand ist, dem man den Spiegel wegnehmen konnte (so ein Käseblatt muss eh keiner lesen) und langweilig wurde es so eigentlich auch nie. Aber während der Professor vorne redet, kann man selbst ja auch nicht richtig reden, und deshalb haben wir nie viel geredet und ich konnte mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass man mit dir so fürchterlich gut reden könnte.
Das war im ersten Semester.

Dann gab es da mal eine Zeit, in der sind wir zusammen in die Mensa gegangen und haben uns zwischen den Lehrveranstaltungen getroffen, weil wir sowieso nicht so viele davon zusammen hatten. Aber sehen wollte man sich trotzdem, irgendwie auch außerhalb der Uni. Deshalb waren wir auch mal im Bolero und ich dachte, nach einer halben Stunde geht der Gesprächsstoff aus. Aber du hattest doch ein bisschen was zu erzählen und ich auch und daraus wurden dann fünf Stunden. Und ich habe dir in einer total ulkigen Bar in der Schanze, in der außer uns ja keiner war, aber die totaaaal Szene war, von meinen Problemen erzählt, und du warst für mich irgendwie da und hast mir Ratschläge gegeben. Und du hast mit deiner Freundin Schluss gemacht und hast mir eine Stunde lang bei Subway davon erzählt und wie blöd das alles gelaufen ist und ich habe dir zugehört - und vielleicht auch ein paar Ratschläge gegeben.
Das war im zweiten Semester.

Dann gab es da mal eine Zeit, in der wurde ich zu gemütlichen Sit-Ins und großen Partys und Kanutouren eingeladen und das war eigentlich noch viel spaßiger, weil man sich so ja auch mal so fürchterlich viel außerhalb der Uni erzählen konnte. Und ich habe deinen riesigen Freundeskreis kennen gelernt und habe herausgefunden, dass die nicht nur komisch (okay, meistens doch), sondern mitunter auch ganz schön nett sein können. Du hast ein neues Mädchen kennen gelernt und ich habe zugegebenermaßen immer wieder nachgebohrt, aber erzählt hast du dann doch ganz bereitwillig und ich habe mich gefreut für dich.
Das war im dritten Semester.

Und jetzt ist da eine Zeit, da hatten wir zwar Lehrveranstaltungen zusammen, aber wenn du nicht kamst, hast du mir nicht einmal mehr eine SMS geschrieben. Wenn ich nach einem Cocktail gefragt habe, kam ein “ja vielleicht nächste Woche mal” zurück und zwei Wochen später immer noch keine Nachricht. Deine Freunde fragten mich statt dir nach einer Kanutour und du erzähltest, dass das eigentlich alles nur ein Missverständnis war, ein bisschen blöd vielleicht, aber das ist ja jetzt geklärt, kommt natürlich nie wieder vor. Das war im Juni. Jetzt ist August und ich sehe nur noch auf StudiVZ die Bilder, wenn ich nach ihnen suche. Denn gemeldet hast du dich schon lang nicht mehr.
Das ist das vierte Semester.

Du löschst meine E-Mail-Adresse und vielleicht auch meine Handynummer, die brauchst du ja nicht mehr. Bei StudiVZ bleiben wir aber Freunde, weil man da ja alle hat, mit denen man einmal drei Worte gewechselt hat. Und all die, von denen man schon gar nicht mehr weiß, wie sie aussehen, weil man sie so lange nicht gesehen hat. Und ich bekomme von dir noch die Rundmails, die alle 200 anderen Studenten auch bekommen, weil du im Fachschaftsrat bist und nunmal die Mails verschickst.
Und ich weiß nicht einmal, warum.
Ist das das fünfte Semester?

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169,- 119,90. Das stand auf dem Etikett, als ich sie endlich entdeckt habe. Sie würde jetzt auch neben mir stehen, wenn der erste Preis nicht durchgestrichen worden wäre - aber so macht sie mir umso mehr Freude. Denn wenn es eines ist, was ich liebe, dann sind das Taschen. Und Schnäppchen. Diese Tasche erfüllt also jegliche Kriterien, um mich glücklich zu machen.

Doch die Geschichte dieser Tasche ist eigentlich viel älter. Denn verliebt habe ich mich schon damals in sie. In München Ende März, als sie mitten in der Kaufinger Straße noch 199 Euro kosten sollte und mir zu bunt und zu unbezahlbar war. Eine Tasche von George, Gina & Lucy wollte ich schon haben, schließlich ist das momentan die Taschenmarke. Aber vor allem brauchte ich eine für den Alltag - und da müssen dann eben auch Laptop und Collegeblock hinein passen. Also wurde es eine “Sexy Strappy” (für alle Männer hier: Ja, jede Taschenform hat bei dieser Marke ihren eigenen Namen). Aber Boxy Luda ging mir trotzdem nicht aus dem Kopf.

Ich googelte Boxy Luda, erfuhr, dass sie aus der Kollektion “Summer Silly Con Silk” ist und ich sie am liebsten in der Farbe “Pink Miami” und nicht “Purple Kyoto” hätte. Denn violette Taschen habe ich schon deren zwei. Pink fehlt mir.

Nun kennt mein Liebster nach drei Jahren mittlerweile meinen Taschenwahn in- und auswendig. Er weiß: Wenn ich eine Tasche gesehen habe, die mich nicht mehr loslässt, muss ich sie auch haben. Irgendwie. Irgendwann. Er wollte sie mir zum Geburtstag schenken - fand in einem der wenigen Geschäfte, die GG&L führen, aber nur ein Modell, das nicht im entferntesten nach Boxy Luda aussah.

Dann kam unser New York-Trip und auf meiner Einkaufsliste (der Dollar stand ja gerade wundervoll!) stand ganz oben: Richtig, Boxy Luda. In Amerika sollte dieser Traum bezahlbar werden. In ganz New York gab es laut Internetseite gerade drei Geschäfte, die die Marke führen sollten - so ganz angekommen schien sie also noch nicht zu sein. Denn sogar in Lübeck werden immerhin neun gelistet. Der erste NY-Laden: “GG&L? Ja, hatten wir mal. Jetzt aber nicht mehr.” Huch? Das würde bei dem Hype in Deutschland nicht passieren. Aber die Amis waren mir ja sowieso immer schon ein bisschen suspekt. Den zweiten Laden gab es gar nicht mehr, der dritte zu weit weg. Und auch sonst sah man auf den Straßen weder George, noch Gina oder gar Lucy.

Ein neuer Plan wurde geschmiedet. Die Familie in München könnte man fragen, ob sie die Tasche dort kauft und dann in den Norden schickt. Der Plan wurde so lang weiter ausgereift (wie dem 70-jährigen Onkel erklären, welches die richtige Tasche ist?), bis ein sonntäglicher Krankenspaziergang die lang ersehnte Wendung brachte. Nichtsahnend ging ich an einem Geschäft mitten in Lübeck vorbei - und da strahlte sie mich an. Mein Boxy Luda, pink und bunt und wunderschön.

Der Fakt, dass Sonntag war und alle Geschäfte zu, störte mich nur die ersten zehn Minuten. Denn ich muss eigentlich immer noch einmal eine Nacht darüber schlafen, bevor ich mich zu solch einer Investition entschließe. Auch wenn ich in diesem Fall schon ungefähr 60 Nächte von ihr geträumt habe. Und immerhin konnte mir in dieser Zeit niemand die Tasche wegkaufen.

119,90 Euro. Damit war sie jetzt letztendlich noch zehn Euro günstiger als meine erste GG&L, die nicht aus einer limitierten Kollektion stammte. Und wenn irgendein Cent davon wirklich weh tat, dann wurde der Schmerz überlagert - vom Glücksgefühl, eine solch schöne Tasche ergattert zu haben!

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Er war nicht außergewöhnlich schön. Kein Mann, bei dem man sich umdreht und denkt “Wenn nicht der, dann kein anderer!”. Sagen wir mal, er war schon süß. Aber er ist Arzt. Und das macht ihn sexy.

Spätestens seit meinem Ärztemarathon in dieser Woche habe meine vage These für mich bestätigt, dass autoritäre Männer einfach sexy sind. Ich konnte sie sogar bereits näher differenzieren.
Denn zum ersten sind nicht einfach diejenigen Männer gemeint, die im privaten Autorität ausstrahlen - das ist schon sexy, aber lässt sich im Zweifelsfall durch einen geschickt fallengelassenen Bademantel auch ganz schnell außer Kraft setzen.
Nein, es sind diejenigen, die von Berufs wegen autoritär sind. Und sein müssen. Eben Ärzte. Oder Polizisten. Beiden kann man keine Widerworte geben, ohne ernsthaft krank zu werden oder in ernsthafte Schwierigkeiten zu kommen.

Im Falle meines Beispiel-Arztes kam überdies noch ein besonderer Faktor hinzu. Er war nicht nur Arzt. Er war Neurologe! Richtig, ohne Erklärung ist das jetzt noch nicht die Erkenntnis schlechthin, denn ein Neurologe hat ja nicht mehr Autorität als ein, sagen wir mal, Orthopäde. Schließlich bringt es mir ebenso wenig, wenn ich nicht auf den Orthopäden höre und deshalb mein Fuß irgendwann abfällt.
Aber als Angehörige des Fernsehvolkes hat ein Neurologe trotzdem einen besondere Konnektivität. Nämlich diejenige zu Über-Arzt und Über-Mann Derek Shepherd. Nicht umsonst hat der “McDreamy” aus Grey’s Anatomy diesen Spitznamen, er ist sowohl für Serienfigur Meredith Grey als auch für mich der Traummann. Und er ist Neurologe. Und zwar Neurologe in einem Krankenhaus (nächste Übereinstimmung), der häufiger auch mal in der Notaufnahme herumläuft (bingo!).

Nun sah mein Arzt nicht wirklich aus wie Derek Shepherd alias Patrick Dempsey, er war eben süß. Aber diese Verbindung aus Arzt, Krankenhausarzt und Neurologe, die hat ihm tatsächlich dazu verholfen, aus dem “süß” ein “ziemlich sexy” zu machen.

Eigentlich wäre der Blogeintrag hier zu Ende, hätte ich meinen Arzt nicht gegoogelt und gestudivzettet. Denn ihn mit Bierflasche in der Hand auf einem Jahrmarkt-Bullen reiten zu sehen, hat ihn ein bisschen an Autorität - und damit an sexiness - einbüßen lassen. Aber nur ein bisschen.

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Ich war in der vergangenen Woche zwei Mal im Krankenhaus. Das erste Mal im Hamburger UKE: Verdacht auf Schweinegrippe. Das zweite Mal in der Lübecker Uni-Klinik: Verdacht auf Meningitis. Ich habe weder Schweinegrippe, noch Meningitis, aber dieses gehäufte Ärzteansammlung um mich herum (dazu kamen schließlich noch 2,5 Hausarztbesuche) plus Fehldiagnosen hat mir wieder einmal vor Augen geführt, wie schrecklich ich mich eigentlich verhalte, wenn ich zum Arzt gehe.

In meinem Kopf herrscht das vermutlich auch richtige Bild vor: Zum Arzt geht man nur, wenn man richtig RICHTIG krank ist. Also mindestens das Bein ab ist. Denn wäre das nicht so (und bisher waren meine Beine immer da, wo sie sein sollen), lachen mich die Ärzte sowieso nur aus, rollen mit den Augen und denken klammheimlich etwas in der Richtung: “Was will die denn hier, wo es gerade in diesem Moment 5 Milliarden Menschen schlechter geht als ihr?”
Aus Angst, nicht genug krank zu sein, um zum Arzt gehen zu dürfen, hab ich dann auch schon mal mehr Schmerzen, als ich eigentlich gerade fühle. Zumindest mit Schuld sind daran aber schon die Ärzte, schließlich fragen sie mich auch immer wieder Sachen, die ich bei näherem Überlegen einfach bejahen muss. “Wo tut es weh, wenn Sie den Kopf nach vorn neigen?” Mhh… also ein bisschen direkt am Nacken (Wahrheit). “Zieht es auch bis unten zum Steißbein?” Ja, also… bis zur Mitte des Rückens mindestens (das tut es aber auch, wenn ich nicht krank bin - da bin ich immer verspannt). Besonders schön sind ja auch Fragen wie: “Haben Sie letztens Mal irgendwann Schmerzen im Arm gehabt, wollte die Hand nicht so, wie Sie?” Ja, also doch, schon ein bisschen (erst heute Morgen bin ich auf meinem Arm liegend aufgewacht, da tat der schon weh!).

Problematisch ist das Ganze dann, wenn man kein Mediziner ist. Wie ich. Denn weiß ich, auf welche Krankheit Schmerzen bis zum Rücken hindeuten? Nein. Und wenn ich den Nacken nach rechts und links drehen kann - dann ist das vielleicht schlechter als nach vorn und hinten? Was muss ich schmerzfrei können, was nicht, damit ich die und die Krankheit habe? Oder nicht habe? Auf jeden Fall führt es zwangsläufig zur falschen Diagnose, wenn ich erzähle, dass es hier ein wenig weh tut und da auch noch ein bisschen sehr viel.
Allerdings: Wenn nun all das, was der Arzt sagt, gar nicht weh tut - dann könnte er ja auch gleich wieder augenrollend verschwinden.

Zu meiner Ehrrettung noch ein Satz zu den Krankenhausaufenthalten: Die Schweinegrippe hat mir die Frau in der Telefonzentrale des ärztlichen Notdienstes angedichtet. Ich habe Wahrheitsgemäß gesagt, dass ich 37,7 ° habe - und somit nach ärztlicher Sicht nicht mal annähernd Fieber. Allerdings habe ich auch gesagt, dass ich gerade aus New York komme und sonst nie Fieber habe… Und die Meningitis geht auf Kosten meines Hausarztes - denn Kopfschmerzen hatte ich, aber nur, wenn ich die Augen bewege, und meinen Nacken konnte ich auch nicht so richtig bewegen. Der ist ja immer so verspannt.

Fazit: Das nächste Mal gehe ich erst zum Arzt, wenn mein Bein ab ist. Mindestens.

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Dampfende Gullideckel, permanent hupende Autos, knallgelbe Taxen. Könnte ein Film sein – ist aber das reale New York. Anscheinend haben es diverse Filmstudios geschafft, New York – oder sagen wir mal genauer Manhattan – tatsächlich so realitätsgetreu abzubilden, dass man sich beim Besuch wie im Film vorkommt.
Oder wie in einer Fernsehserie. In meinem Regal zuhause stehen alle sechs Staffeln Sex and the City, alle sechs habe ich gesehen,  einige Folgen dazu doppelt, die gab’s ja auch mal im Fernsehen. Jetzt bin ich tatsächlich in New York – und schaue überall nach diesen hübsch angezogenen „City Girls“, die Sarah Jessica Parker und Co verkörpern. An meinem ersten (kompletten) Tag habe ich ehrlich gesagt keine gefunden, dafür aber eine Menge des Manhattans, das auch in der Serie gezeigt wird. Ein bisschen Fiktion braucht so eine Serie ja auch.
Zu dieser zumindest teilweisen Fiktion scheint auch DER Schuhladen „Manolo Blahnik“ zu gehören. Zugegebenermaßen liegt meine sehr aktive Sex and the City – Zeit schon etwas länger hinter mir, aber als ich gestern als dann doch waschechter Fan vor Ort war, musste ich zwei Mal schauen, bis ich den Laden gefunden habe. Ein Din-A4-Blatt großes  Messingschild auf der einen und eines auf der anderen Seite eines winzigen Schaufensters sind mit „Manolo Blahnik“ beschriftet. Vor der Tür steht ein halbherzig edel angezogener Mann, innen drin gähnende Leere. Ich hatte nicht nur ein etwas prunkvolleres Äußeres erhofft, sondern eigentlich auch etwas mehr Trubel innen drin. Das ist schließlich DER Schuhladen. So allerdings konnte ich mir einen Großteil der Modelle wunderbar anschauen – durchs Fenster. Denn rein habe ich mich nicht getraut, schließlich versprühen solche Geschäfte zum Einen den Charme des Wenn-Du-Dir-Hier-Eh-Nichts-Leisten-Kannst-Werfen-Wir-Dich-Sowieso-Gleich-Wieder-Raus. Zum anderen hatte ich zwecks bequemeren Stadtrundgangs Turnschuhe an. Und damit habe ich mich schon in Grund und Boden geschämt, als ich nur vor dem Fenster stand.
Trotzdem habe ich ihn gleich gesehen, DEN Schuh, der mich für mindestens die nächsten fünf Jahre glücklich machen würde. Er ist – soweit man es durch das polierte Fenster sehen konnte – aus pinkem Satin, hat mörderische Absätze, hinten eine geschlossene Ferse, vorn einen breiten Riemen mit großer, ovaler Diamantschnalle und offene Zehen. Ein Peeptoe. Was gäbe ich darum, diesen pinken Peeptoe einmal an meinem Fuß zu haben…
Vielleicht mache ich die gestrige Tour entlang der Fifth Avenue mit Abstecher in die 54th Street noch einmal – im annähernden Sex and the City-Outfit und einem Blick, der sagt: „Wenn du mich rausschmeißt, halte ich dir in der Tür noch einmal meine schwarze American Express unter die Nase!“

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Es war ein violetter geflochtener Korb, darin eine Blume mit kleinen violetten Blüten und ein violetter Filz-Schmetterling, darum eine „Blume 2000“-Verpackung. Den Korb drückte mit ein Freund an meinem Geburtstag in die Hand – ein halbernst gemeinter Scherz, wir hatten ein paar Tage vorher noch über meinen „schwarzen Daumen“ und mangelndes Glück in Sachen Pflanzenpflege gesprochen. Das an sich wäre noch keinen Blogeintrag wert – wohl aber der Ausspruch einer Kommilitonin, die daneben stand und die Szene mit einem seufzenden „Oh wie schön, es gibt noch Männer, die Blumen schenken“ quittierte.
Natürlich gibt es die. Sonst gäbe es ja keine Blumenläden, schon gar keine „Blume 2000“-Läden mehr. Denn letztere vermitteln schon vom Namen her den Schnellimbiss-Charakter, den ein Mann braucht, um einzukaufen. Denn lang darf es ja nicht dauern – höchstens die Zeit, die der Bürger im Schnellimbiss von der Bestellung bis zum Mund braucht. Für alles andere ist Einkaufen nicht wichtig genug.
Mich hat dieser Ausruf nach längerem Überlegen zu der Überzeugung geführt, dass er falsch ist. Richtig müsste er heißen: „Oh wie schön, es gibt noch Männer, die ihren Freundinnen Blumen schenken.“ In besagter Situation hätte das nicht gepasst – auf die Äquivalenz zum Geschenkten gehe ich mal nicht ein. Aber nach meinem gesellschaftlichen Mainstream-Gefühl schenkt ein Mann natürlich Blumen. Seiner Freundin. Das ist die rote Rose zu einem der ersten Dates, das ist der Strauß roter Rosen zum Jahrestag, das sind die bunten Tulpen einfach so, weil Frühling ist und das ist der hübsche, in den Lieblingsfarben der Freundin gehaltene Strauß zum Geburtstag.
Richtig, nicht aufgeführt ist hier die Blume im Topf. Aber die bekommt vom Mann ja eigentlich auch nur Mutti zu Ostern oder Oma zum Geburtstag.
Und das führt letztendlich zu der Quintessenz: Blumen an eine Freundin haben meistens immer einen falschen Unterton…

Ich bekomme übrigens häufiger Blumen geschenkt. Rosen, Tulpen und Sträuße – von meinem Liebsten

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