Gerade habe ich das RTL-Special zum fünften Harry Potter-Film, “Der Orden des Phönix” gesehen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Kulissen dort wirklich atemberaubend waren und ich mich frage, wieviel Geld das eigentlich gekostet hat, alles zu bauen, wurde mir dabei gerade wieder etwas in Erinnerung gerufen.
Und zwar die Prophezeiung. Wer sich sie genau anhört, pardon, durchliest, hat das Ende von Harry Potter eigentlich schon schwarz auf weiß. Da Prophezeiungen immer in Erfüllung gehen, kann es gar nicht anders sein, als dass Harry und Voldemort sterben. Es ist ganz einfach. Die Prophezeiung besagt, dass die Schicksale beider (Voldemort hat Harry durch die Narbe auserwählt) zusammenhängen und einer nur sterben kann, wenn der andere auch stirbt. Da es nunmal nur sieben Bücher geben soll und die Serie doch irgenwann mal ein Kinderbuch gewesen ist, muss nach den Regeln der Kunst der Oberbösewicht sterben. So ist das nunmal. Würde er das nicht tun, wäre das Ende so etwas von überhaupt nicht befriedigend und würde Nachahmer nur animieren - oder vielleicht Rowling selbst - die ganze Geschichte weiter zu schreiben. Das könnte natürlich auch passieren, sollte Voldemort sterben, schließlich war er ja schon einmal “tot”. Aber wenn er stirbt, wovon ich wie gesagt ausgehe, wird auch Harry sterben. Das wäre zwar bitter, aber nur konsequent und in Bezug auf die Prophezeiung richtig. Natürlich ist es keinesfalls Kinderbuchkorrekt, wenn der Held ebenfalls stirbt. Aber in diesem Falle muss es sogar so sein. Schließlich haben ganz am Anfang beide überlebt - Harry wie Voldemort, was zeigt, dass ja schonmal einer den anderen nicht ganz töten kann. Außerdem wird Harry das Kämpfen in den letzten Jahren an der Schule explizit beigebracht - auch das wurde im RTL-Special erwähnt. So soll er also gegen alle um Voldemort herum kämpfen, um die schon einmal auszuschalten und schließlich die Kraft haben, Voldemort selbst zu töten - in dessen Gegenzug Harry dann auch stirbt. Diese Nachahmungsgefahr ist dann fast ausgeschaltet - wie will man Harry wiederbeleben? Obwohl das - wie bereits erwähnt - ja zu Beginn auch ging.
So weit meine Theorie. Ob sie aufgeht, werde ich hier schreiben, sobald ich das Buch durch habe. Was vermutlich zwei Tage nach Erscheinungstermin sein wird. Vorerst habe ich mir Karten für den fünften Harry Potter Teil im Kino besorgt, und werde jetzt schon einmal anfangen, das sechste Buch nochmal zu lesen, um mich für Band sieben nochmal auf den neuesten Stand zu bringen.

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wunderbar recherchiert, bis auf die tatsache, dass nicht alle prophezeihungen in erfüllung gehen, und der erste teil auch nur deshalb in erfüllung gegangen ist, weil voldemort zu ungeduldig war!
Tun sie nicht? Ich dachte, das wäre Fakt. Aber gut, dann habe ich das wohl überlesen. Ja das mit dem ersten Teil ist klar - Neville wäre ja sonst auch in Frage gekommen, er ist am gleichen Tag geboren.
Aber warum gibt es die Prophezeiungen, wenn sie nicht in Erfüllung gehen? Wovon hängt das denn ab?
Eigentilch wäre das von dir beschriebene Ende ja logisch. Aber bei dem ganzen Rummel der in den letzten Wochen und Monaten um den Tot von Harry gemacht wurde, kann ich mir mittlerweile auch ein vollkommen anderes Ende vorstellen. Aber bis zur entgültigen Auflösung müssen wir uns ja nur noch wenige Tage gedulden.
Ich habe Unrecht. Zuhören wäre logisch. Nach ausführlicher Lektüre des fünften Filmes komme ich nun zu dem Schluss, dass Potter gar nicht sterben kann. Oder er stirbt, aber Voldemort nicht. Die Prophezeiung besagt im originalen Wortlaut nämlich folgendes: Keiner kann leben, so lange der andere überlebt. Daher müssen nicht beide sterben, sondern nur einer von ihnen. Und da Harry Potter irgendwann mal ein Kinderbuch war, stirbt natürlich Voldemort und alle leben glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.