Ein Film über einen Superhelden. Was kann da kommen ? Ein Kerl, wahlweise eine Frau (das aber eher selten), der Superkräfte jedweder Art hat und sie im Zweifelsfall erst noch entdeckt (Smallville), dann die Welt vor dem Bösen rettet (Superman, Spiderman, und alles andere), eventuell strauchelt und am Ende aber doch gewinnt.

Das ist Schema S. S für Superheldenfilm. Das ist zwar eigentlich immer das gleiche, aber mitunter trotzdem spannend. Halbwegs innovativ fand ich an dem neuen Film “Hancock” aber, dass der Held gleich am Anfang eher ein Anti-Held ist, der erst einmal einen PR-Berater braucht, um ein wirklicher Held zu werden. Der Trailer beinhaltete witzige Szenen, Will Smith als John Hancock setzte dem Film den bestimmt-sehbar-weil-entweder-irre-komisch-oder-zumindest-gut-gespielt- Stempel auf.

Die erste halbe Stunde verlief mit dem neuen Plot nach Schema S, war schnell ohne die Charaktere zu vernachlässigen und hatte eine gewisse Grundkomik. Und dann kam der Dreh, der in keinem Trailer zu sehen und vorher auch nirgendwo zu lesen war. Der einen im ersten Moment sowas von überrascht hat, dann aber ein schlüssiges Bild ergeben und in der noch schnelleren zweiten Hälfte des Filmes die Handlung ausmachte.

Mehr verrate ich nicht, sonst wird es ja langweilig. Aber ich habe vollsten Respekt vor den Autoren, dass die endlich einmal einen Film bringen, den man nicht vorhersehen kann, der alle zwei Minuten seine Richtung ändert, einen in den Action-Szenen in die Sitze drückt und dabei noch urkomisch ist. Das muss man bei der Fülle von Superhelden-Epen überhaupt erst einmal schaffen.

Und auch Will Smith brilliert hier in seiner Rolle, die man gar keiner anderen zuordnen kann. Weder dem “Prinz von Bel Air”, noch dem “Streben nach Glück” oder “I am Legend” ähnelt er hier, was ein weiteres Mal sein Facettenreichtum zeigt.

Deshalb mein Urteil: fünf von fünf (N-Joy-)Sternen :-)

Für alle, die den Trailer noch nicht kennen:

Hinterlasse einen Kommentar