Archiv für die Kategorie: “Allgemein”
Geschrieben von Lye in Allgemein, tags: Literatur
Gerade habe ich das RTL-Special zum fünften Harry Potter-Film, “Der Orden des Phönix” gesehen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Kulissen dort wirklich atemberaubend waren und ich mich frage, wieviel Geld das eigentlich gekostet hat, alles zu bauen, wurde mir dabei gerade wieder etwas in Erinnerung gerufen.
Und zwar die Prophezeiung. Wer sich sie genau anhört, pardon, durchliest, hat das Ende von Harry Potter eigentlich schon schwarz auf weiß. Da Prophezeiungen immer in Erfüllung gehen, kann es gar nicht anders sein, als dass Harry und Voldemort sterben. Es ist ganz einfach. Die Prophezeiung besagt, dass die Schicksale beider (Voldemort hat Harry durch die Narbe auserwählt) zusammenhängen und einer nur sterben kann, wenn der andere auch stirbt. Da es nunmal nur sieben Bücher geben soll und die Serie doch irgenwann mal ein Kinderbuch gewesen ist, muss nach den Regeln der Kunst der Oberbösewicht sterben. So ist das nunmal. Würde er das nicht tun, wäre das Ende so etwas von überhaupt nicht befriedigend und würde Nachahmer nur animieren - oder vielleicht Rowling selbst - die ganze Geschichte weiter zu schreiben. Das könnte natürlich auch passieren, sollte Voldemort sterben, schließlich war er ja schon einmal “tot”. Aber wenn er stirbt, wovon ich wie gesagt ausgehe, wird auch Harry sterben. Das wäre zwar bitter, aber nur konsequent und in Bezug auf die Prophezeiung richtig. Natürlich ist es keinesfalls Kinderbuchkorrekt, wenn der Held ebenfalls stirbt. Aber in diesem Falle muss es sogar so sein. Schließlich haben ganz am Anfang beide überlebt - Harry wie Voldemort, was zeigt, dass ja schonmal einer den anderen nicht ganz töten kann. Außerdem wird Harry das Kämpfen in den letzten Jahren an der Schule explizit beigebracht - auch das wurde im RTL-Special erwähnt. So soll er also gegen alle um Voldemort herum kämpfen, um die schon einmal auszuschalten und schließlich die Kraft haben, Voldemort selbst zu töten - in dessen Gegenzug Harry dann auch stirbt. Diese Nachahmungsgefahr ist dann fast ausgeschaltet - wie will man Harry wiederbeleben? Obwohl das - wie bereits erwähnt - ja zu Beginn auch ging.
So weit meine Theorie. Ob sie aufgeht, werde ich hier schreiben, sobald ich das Buch durch habe. Was vermutlich zwei Tage nach Erscheinungstermin sein wird. Vorerst habe ich mir Karten für den fünften Harry Potter Teil im Kino besorgt, und werde jetzt schon einmal anfangen, das sechste Buch nochmal zu lesen, um mich für Band sieben nochmal auf den neuesten Stand zu bringen.
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Geschrieben von Lye in Allgemein, tags: Leben
Zu erkennen, dass man glücklich war, ist leicht. Zu erkennen, dass man glücklich ist, ist Kunst.
Diesen Spruch habe ich gerade in der Signatur eines Forumnutzers gelesen - und fand ihn wirklich bemerkenswert. Wenn man einmal darüber nachdenkt, steckt dort viel Wahres drin. Ich weiß, dass ich im Kindergarten mit meinem Kindergartenfreund glücklich war, als wir auf einem Kletterbaum Ufo spielten. Ich weiß auch, dass ich auf meinem Abiball glücklich war und ziemlich glücklich war ich auch in meinem Bulgarienurlaub. Letztendlich war ich eigentlich auch unwahrscheinlich glücklich, als ich das erste mal in den Armen meines Freundes lag.
Aber habe ich mich in dem Moment auch glücklich gefühlt? Im Kindergartenalter ist es schwer, Glück als solches zu erkennen, das klammere ich jetzt mal aus. Auf meinem Abiball habe ich die Hälfte der Zeit daran gedacht, was wohl die Lehrer gerade denken, mit denen ich mich nach dreizehn harmonischen Jahren noch nach dem Abi gezofft habe. Das war nicht wirklich entspannend und in dem Moment hätte ich auch nicht von mir selbst behauptet, ich sei glücklich. Okay, ein bisschen zwar. Aber nicht so, wie ich jetzt denke, dass ich dort glücklich war. Ähnlich ist es mit dem Urlaub in Bulgarien. Er hat Spaß gemacht, keine Frage. Nachdem ich mich aber - wie es ja so meine Art ist - in den ersten zwei Tagen unsterblich in einen gutaussehenden jungen Mann verliebt habe, der mich dann in der zweiten durchgetanzten Nacht abservierte und mir trotzdem ständig vor der Nase rumsprang, weil meine Freundin ausgerechnet mit seinem Bruder anbandelte, hätte ich in diesen Tagen nicht mehr behauptet, ich sei glücklich. Wenn ich jetzt aber an diesen Urlaub zurückdenke, dann bin ich der festen Überzeugung, dass ich dort trotzdem glüclich war. Nichts anderes bestätigen die anderen fünf Kerle, die mir die darauffolgenden Nächte dort versüßt haben…
Das mit den Armen meines Freundes, das ist dann irgendwie doch noch etwas anderes. Ich denke schon, dass ich in dem Moment wusste, dass ich glücklich bin. Ich weiß zumindest, dass ich das da so gefühlt habe. Wie glücklich ich aber eigentlich überhaupt war, dass weiß ich erst jetzt, wenn ich mich daran zurückerinnere. Denn damals, da war das alles noch so aufregend und irgendwie habe ich die Ganze Zeit daran gedacht, was wir denn bloß machen, wenn wir in den nächsten Minuten/Stunden/Tagen aufstehen werden - genießen konnte ich das Glück da nicht wirklich.
Ich erlebe ab und zu tatsächlich Momente, in denen ich denke “Mensch, jetzt bin ich aber glücklich!”. Doch diese bewussten Momente des Glücks sind rar, sie bedürfen schon einiger innerer Ruhe und äußerer Zeit, damit man überhaupt die Chance hat, diesen Moment für sich als glücksvoll zu bezeichnen. Wesentlich öfter sind da die Momente des unbewussten Glücks. In der Situation, in der man gerade steckt, weiß man gar nicht, dass man gerade doch ziemlich glücklich ist. Erinnert man sich aber später daran, zaubert es einem ein sanftes Lächeln ins Gesicht. Und dann weiß ich, dass ich dabei glücklich war. Ein Beispiel? Der nächtliche Strandbesuch mit meinem Freund im Urlaub. Als wir da waren, und nachts aneinander gekuschelt am Strand saßen, war der Moment schön. Ich habe ihn genossen. Aber ob ich glücklich war, darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Denke ich jetzt aber daran zurück, kommt eben dieses Lächeln und ich denke im Nachhinein, dass das doch ein wirklich glücklicher Moment gewesen ist.
Der Satz ist wahr. Aber kann man lernen, das Glück zu erkennen? Wenn es eine Kunst ist, gehört dazu tatsächlich ein wenig Talent, um es zur Perfektion zu bringen. Wer es durschnittlich mag, für den reicht vermutlich ein wenig Übung. Ich übe jetzt. Und in diesem Moment weiß ich, dass ich glücklich bin - weil ich mit diesem Text soeben einen weiteren Blogeintrag geschafft habe.
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Geschrieben von Lye in Allgemein, tags: Sonstso
Ich habe etwas Neues gelernt, das ♥. Ist das nicht toll? Ich wollte schon immer mal in die Materie der Computertastaturensonderzeichen eingeweiht werden, über eine StudiVZ-Gruppe, natürlich die ♥-Gruppe, habe ich nun gelernt, wie man ein ♥ herstellt.
Wer kann denn noch ein ♥ machen? Der möge mir einen ♥-Kommentar schreiben :).
Und jetzt nochmal ein großes ♥ für alle, die das hier lesen und ein riesengroßes ♥ für meinen Freund!
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Geschrieben von Lye in Allgemein, tags: Mode
Warum schwindet der Kajalstrich am unteren Augenlid mit zunehmender Tageszeit automatisch, hinterlässt aber später beim Abschminken auch mit dem gründlichsten Mittel noch einen dunklen Schatten?
Passend zum Thema: Mein Freund zum neuen Kajal: “Der ist aber toll, kann man damit auch auf Papier schreiben?”
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Geschrieben von Lye in Allgemein, tags: Urlaub
Ich war im Urlaub. Eine Woche Sonne auf Gran Canaria. Ich könnte mindestens 100 Blogeinträge über diesen Urlaub schreiben, aber da sicher keiner Lust hat, sich die alle durchzulesen, beschränke ich mich auf das Wesentliche/Kurioseste. Genauso wenig hat sicher jemand Lust, sich einen seitenlangen Beitrag durchzulesen - deshalb werde ich alles hübsch sortiert in einzelne Beiträge packen.
Aber nun zum Urlaub: Er war toll! Nun, er war nicht so wie mein letztjähriger Bulgarien-Urlaub, aber das kann man bei den Grundvorraussetzungen (Bulgarien: mit Freundin, Gran Canaria: mit Freund) wohl auch nicht erwarten. Trotzdem war er toll ;). Was mir allerdings abermals aufgefallen ist: Meine Party-Durchhalte-bzw.-Aufraffe-Fähigkeit ist auf einem extrem niedrigen Niveau. Wir waren in Playa del Ingles, DEM Partyort schlechthin. Gut, es war Nebensaison. Die meisten Discos waren aber trotzdem geöffnet, verteilten die wenigen Besucher nur leider, dass ein Club selten ganz voll wurde. Wir waren drei Mal weg. In sieben Nächten, die wir dort verbracht haben. Verglichen mit Bulgarien ist das nichts, da waren wir von sieben Tagen mindestens acht Mal abends unterwegs. Die Zeit haben wir trotzdem sinnvoll verbracht, nämlich schlafend. Ich zumindest. Warum, weiß der Geier, aber selbst im Urlaub war ich noch so müde, dass ich mich bis auf die besagten drei Male selten nach 23 Uhr aufraffen konnte, mich noch “anzuhübschen” und loszuziehen. Toll war der Urlaub trotzdem ;). Aber daran muss ich dringend etwas ändern - die beste Prüfung kommt gleich heute, wenn ich im A1 25 Euro Freiverzehr bekomme, weil ich zu den Geburtstagskindern des letzten Monats gehöre. Und weil ich immernoch Urlaub habe, werde ich Tequila satt trinken. Vielleicht sollte ich einfach schon um 22 Uhr hingehen und somit die 23-Uhr-Schlafgrenze einfach überwinden? Ich werde berichten.
Und was es sonst noch über den Urlaub zu sagen gibt: Das Hotel war super, der Bungalow riesig, der Pool unangenehm kühl, das Essen einfach erstklassig, das Wetter zum dahinschmelzen, das Meer unglaublich salzig und der Strand unglaublich sandig. Ich würde wieder hinfahren. Sofort. Hat mal jemand 429 Euro für mich?
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Geschrieben von Lye in Allgemein, tags: Liebe
Es ist ein Phänomen, das in jeder drittklassigen Fernsehzeitung zu lesen ist: Männer ändern sich nicht. Niemals. Keine zehn Pferde und schon gar keine Frau können ihn dazu bewegen, den Klodeckel herunterzuklappen, den Abwasch zu machen oder an den Hochzeitstag zu denken. Ich habe auch in einer erstklassigen Frauenzeitschrift noch nicht gelesen, dass es Ausnahmen gibt - ergo muss das wirklich stimmen.
Bisher habe ich es auch nicht in Frage gestellt und auch bei meinem Freund als Fakt angesehen. Jegliche Änderungswünsche an seinem Verhalten habe ich also dezent verschwiegen - denn Männer ändern sich ja nicht. Eines mauligen Tages aber, als der Klodeckel offen, die Zahnpastatube wieder mal von vorne ausgedrückt waren, der Abwasch und die Wäsche sich stapelte und auch die Haustiere wieder einmal vor sich hin müffelten, da wagte ich es, all dies einmal anzusprechen. Das Ergebnis: Der Klodeckel ist immer noch offen … die Viecher müffeln immer noch. Das wäre jetzt noch nicht die spannende Geschichte, wenn es nicht doch etwas gegeben hätte, das mich verblüfft hat.
An jenem mauligen Tag habe ich nämlich nicht nur diese dinglichen Sachen angesprochen, sondern auch, dass ich mehr Zeit für mich brauche, die er mir mitunter nur mit sehr schlechtem Gewissen meinerseits lässt. Und siehe da… kein “Liebst du mich nicht mehr?” oder “Willst du dich etwa trennen?” wie es sonst so gerne kommt, wenn ich irgendetwas auszusetzen habe, nein, ein “Okay, machen wir so.” war die Antwort. Wie bitte? So ganz ohne rumgemaule und Liebe-in-Frage-gestelle? Das war ja einfach. Aber Männer ändern sich ja nicht, also habe ich darauf nichts gegeben. Am nächsten Abend aber, den ich mal allein verbringen wollte, kam auch nur ein “Okay”. Zwar musste ich mir den Tag davor noch ungefähr fünfzig Mal anhören, ob ich nicht doch bleiben wolle, aber immerhin verlief der Abend dann klaglos. Und mittlerweile sage nicht mehr ich, dass ich einen Abend Ruhe brauche, sondern mein Freund kommt mit: “Heute komm’ ich spät, fahr doch nach der Arbeit zu dir, du brauchst auch mal Ruhe!”.
Von solchen Beispielen habe ich nach neun Monaten Beziehung noch ein ganzes Nähkästchen voll - also liebe Frauenzeitschriften und TV-Blätter: Wenn ihr schon sagt, dass Männer sich nicht ändern, dann fügt wenigstens die Ausnahmen ein. Denn die perfekte, lernfähige Ausnahme schlendert an meiner Seite die Straße entlang!
Und das mit dem Klodeckel und der Zahnpasta, das kriegen wir auch noch hin, da bin ich sicher…
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Geschrieben von Lye in Allgemein, tags: Handy
Für ein Handy entschieden (siehe: Die Qual der Wahl), habe ich mich vergangenen Sonnabend samt Vertragsinhaber auf den Weg zu meinem Lieblings-T-Punkt gemacht. Die gute Nachricht: Das Ausprobieren der Geräte klappte (fast) problemlos, beide waren zumindest für Vorführzwecke verfügbar und konnten mir bei meiner Entscheidungsfindung helfen.
Die zweite gute Nachricht: Um bedient zu werden, mussten wir kein drei Sekunden warten, mit dem Fuß in der Telekom-Tür stürmte bereits ein Verkäufer auf uns zu.
Die schlechte Nachricht: Auf Anfrage, ob man das Handy denn nun sofort mitnehmen könne folgte ein: “Ja… hmm… moment… ich muss mal kurz… (Verkäufer weg)… (Verkäufer kam wieder)… ja also da hole ich mal den, der dafür zuständig ist… (Verkäufer weg)… (anderer Verkäufer kam dazu)… ja, also, so einfach… im Privatkundenbereich… aber weil das ja Geschäftskunden… und geht ja sowieso nur über bestellen… und… da müssen sie noch ein paar Tage warten, das ist noch gar nicht so weit.” Hervorragend. Anscheinend funktioniert der T-Punkt so, dass man für jede einzelne Information, die man gerne haben möchte (zum Beispiel, dass sich der Vertrag noch nicht verlängern lässt), auch einen einzelnen Besuch einplanen muss. Ist ja nicht so, dass man mir das bei meinen zwei vorherigen Besuchen hätte mitteilen können… Insgesamt bekomme ich mehr und mehr das Gefühl, Telekom-Mitarbeiter sind einfach überfordert.
Achso, mein neues Handy wird übrigens ein Nokia 6300, das LG Shine war zwar ganz hübsch, dafür aber schwer und mit komischer Bedienung - also nur bedingt zu empfehlen. Überhaupt unterscheiden sich die Handy heutzutage anscheinend nur noch durch das Design - an Funktionen haben sie heute alle alles.
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Geschrieben von Lye in Allgemein, tags: Handy
Momenten stehe ich vor der Aufgabe, mir ein neues Handy zuzulegen - Vertragsverlängerung. Wie es dann so ist, habe ich mir auch schon ein Modell ausgeguckt: Eines aus der Nokia L’amour collection. Wie es dann so ist, kann man natürlich genau das nicht haben. Wie es dann so ist, kostet dieses Handy ohne Vertrag und Sonstiges etwa 300 Euro.
Ich bin also zum T-Punkt gelaufen und habe mir Broschüren geholt. Gut, eine halbe Stunde warten um zu hören “Da kann ich momentan nichts machen, da musst du mir erst den Code sagen” (Warum eigentlich glauben manche Menschen, ich würde es witzig finden, geduzt zu werden?). Also bin ich wieder los, bei Papa nach dem Code gefragt und auf zum T-Punkt. Heute waren es nur 28 Minuten warten - fast geschenkt. Meine Frage? Preise wollte ich wissen, ob ich mir die Handys, die ich denn gerne hätte, überhaupt leisten kann. Vor zwei Jahren habe ich für das damals relativ neue Nokia 6230i ungefähr 100 Euro bezahlt - wer weiß, wie teuer solche Verlängerungen mittlerweile geworden sind? Der nette Herr führte dann etwa fünf Telefonate. Das wiederum ist auch ein Phänomen, dass die Mitarbeiter im T-Punkt eigentlich nur die Service-Nummern wissen müssen, den Rest erledigen die Leute am anderen Ende der Leitung für sie. Diese Service-Nummern sind im Übrigen genau die gleichen, die auch Otto-Normal-Kunde anrufen kann. (Merke: Bei allen Fragen zu Handy/Telefon/etc. aus dem Internet Nummer suchen und selbst anrufen, spart etwa 40 Minuten Wartezeit). Immerhin habe ich dann nicht schlecht gestaunt, als nacheinander auf dem Zettel die Preise notiert wurden. Etwa fünf Euro für das Nokia 6300 sowie das Sony Ericsson K550i und ungefähr 50 Euro für das LG Shine. Wie bitte? Bisher kam man bei einer Vertragsverlängerung nicht unter 100 Euro weg für ein einigermaßen vernünftiges Handy. Aber vielleicht hat T-Mobile ja inzwischen eingesehen, dass es irgendwie Abzocke ist, bei guten Kunden (die ihre Verträge verlängern) so viel Geld haben zu wollen und bei Neukunden die Handys so rauszuhauen. Rein theoreitsch hätte man dann nämlich alle zwei Jahre einen neuen Vertrag abschließen können statt verlängern - und hätte ein Handy für einen Euro dazu bekommen. Die Erklärung des T-Punkt-Spezis lautete übrigens, dass heute mit den Telefon(ier)-Kosten verdient wird, nicht mehr mit den Geräten.
Leisten kann ich mir somit alle drei, was die Auswahl zugegeben schwer macht. Die Frage ist also: Was brauche ich eigentlich im Handy? Ein kluger Spruch lautete einmal: “Mein Handy kann alles, nur nicht kochen!” Eigentlich brauche ich eines, das kochen kann. Ein leckeres chinesisches Gericht finde ich nämlich wertvoller, als eine Push-2-Talk-Funktion. Zumal ich immer noch nicht verstanden habe, wie letztere überhaupt funktioniert, geschweige denn, wozu sie gut ist.
Was mir wirklich wichtig am Handy ist: Der Wecker (diverse Möglichkeiten der Weckton-Gestaltung dabei ein Muss), die Erinnerungsfunktion (verschiedene Melodien hier ebenfalls von Vorteil, aber selten angeboten), eine gute SMS-Bedienung sowie eine Kurzwahltasten-Funktion. Das haben ungefähr alle Handys, selbst die uralten. Wo also einschränken? Eine gute Handykamera ist zwar hübsch, aber wann fotografiert man damit schon mal? Trotzdem muss mein Handy mindestens 2 Megapixel haben, sonst verschlechtere ich mich ja gegenüber meinem alten, das nur 1,3 Megapixel hat.
Und da geht das Dilemma schon wieder los. Brauche ich ein neues Handy? Ähh… nö! Macht mich ein neues Handy glücklich? Vielleicht die ersten zwei Wochen, wenn man immer mal wieder neue Funktionen entdeckt. Warum will ich es dann haben? Ist das Handy ein Statussymbol? Je teurer, desto besser? Dann müsste ich ja das LG Shine nehmen - um Geld auszugeben, das ich nicht habe, für ein Handy, das ich nicht brauche, um Leuten zu imponieren, die ich nicht mag . . .
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Geschrieben von Lye in Allgemein, tags: Film
Gerade erst angelaufen gehöre ich wohl zu den ersten, die “Spiderman 3″ gesehen haben. Alle, die sich das Filmvergnügen im Voraus verderben oder einfach nur ein wenig Geld sparen wollen, sollten weiterlesen. Der Rest sollte spätestens hier aufhören…
Mein Fazit zuerst: Man hätte ruhig 45 Minuten herausstreichen können und es fehlte zu Beginn komplett der rote Faden. Warum? In den ersten 45 Minuten werden die verschiedenen Handlungsstränge zwar aufgebaut, für den Zuschauer aber vollkommen unverknüpfbar dargestellt. Es wirkt, als wolle der Autor (oder die Autoren?) schnell hier noch einmal wen ins Spiel bringen, und da nochmal nen Handlungsstrang aufmachen, um ja nichts und niemanden zu vergessen. Das gestaltet sich sehr langwierig. Um zu verstehen, worum es geht, hätte man eine Masse von Szenen herauslassen können. Es formieren sich drei Gegenspieler Spidermans, nebst einem komischen Etwas, das seiner Besitz ergreift und ihm zu einem bösen Menschen macht. Irgendwann wollen ihn (natürlich) alle drei umbringen, am Ende sind es jedoch nur noch zwei, weil der eine ganz plötzlich lange geplant die Seite wechselt. Dieser Wechsel kommt komisch, weil die Seite dieses Kerls im ganzen Film mehrfach wechselt. Natürlich geht es auch mal wieder um MJ, die ich aber als stark weinerlich in ihrer Rolle empfunden habe und daher … äh… schlecht.
Dafür, dass sie im Trailer ankündigen, er müsse mit “sich selbst” kämpfen, haben sie genau diese Sequenz im überlangen Film wirklich kurz dargestellt. Zwei der Gegner hätten sie rauslassen (kamen ja auch schon im ersten vor) und stattdessen vielleicht den Konflikt mit diesem “Etwas” bzw. sich selbst weiter ausführen. Und das ganze in 90 statt 136 Minuten.
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Geschrieben von Lye in Allgemein, tags: Leben
In der aktuellen Ausgabe der “Neon” gibt es einen Artikel, der sich mit dem Partyleben beschäftigt. Im Gegensatz zur momentanen “Flatrate-Party”-Diskussion ist dieser allerdings als “Hymne an die Partynacht” zu verstehen. Verschiedene Autoren beschreiben dort ihre Lieblingsstunde(n) in der Nacht. Ich habe mal überlegt, welche Stunde mir eigentlich am besten gefällt. Mal davon abgesehen, dass die Stunden in letzter Zeit aufgrund akuter schnell-Müdigkeit sowieso eher im weniger repräsentativen Bereich sind, habe ich für mich die Stunde zwischen null und ein Uhr auserkoren.
Warum? Na das Aufhübschen, das kanns nicht sein. Passiert meist ohne großen Spaßfaktor allein im Badezimmer. Vorglühen ist auch nicht mehr das, was es mal war, einfach weil der Alkohol, den man zuhause hat, irgendwie immer zum gleich wieder ausk*** schmeckt. Die heiklen Minuten gegen 22.30 bis 23 Uhr sind auch nicht gerade spaßig, hier steht jedes Mal die Frage im Raum, ob man denn überhaupt noch losgeht oder eigentlich nicht vieeel zu müde ist und einen vieeel zu anstrengenden Tag hatte. Rafft man sich dennoch auf, kommt als nächstes die “Eingewöhnungsphase”. Erstmal komplett durch alle Räume schleichen, meistens feststellen, dass überall nur komische Leute herumlaufen und der Stammraum noch am ehesten zu ertragen ist, und dann erstmal an die Bar, einen Drink holen. Dort macht man dann das gleiche, wie zuvor beim durch-die-Räume-schleichen: Sich umschauen, ob man vielleicht ein bekanntes Gesicht sieht, das man eigentlich überhaupt nicht treffen wollte (1. Schlechte-Laune-Punkt) und sich überlegen, wo der sonst so gute DJ die Gruselmusik, die momentan durch die Lautsprecher dröhnt, eigentlich ausgegraben hat (2. Schlechte-Laune-Punkt). Hat man diese Schwelle dann aber überwunden und sich vom Argument überzeugen lassen, dass der hohe Eintrittspreis sein Geld ja nicht wert war, wenn man nach einer halben Stunde schon wieder das Handtuch schmeißt, dann kommt die Stunde.
Es ist jetzt etwa 0 Uhr, manchmal auch 0.30 Uhr. Die Tanzfläche ist bis auf ein paar kuriose Gestalten, die ihre Gliedmaßen bewegen als ob sie nicht wüssten, wozu sie eigentlich da sind, vollkommen leer. Alles steht am Rande des Geschehens, hält sich krampfhaft am Glas oder an der Zigarette fest. Und dann kommt er. Der Song, der drei Viertel der Partymacher wie magisch auf die Tanzfläche zieht. Der Song selbst ist je nach Publikum, DJ und momentaner Chart-Lage variabel, bei mir ist es aber seit dem Bulgarien-Urlaub im letzten Jahr “Boten Anna” von Basshunter. (Zu dem Song muss ich anmerken, dass ICH ihn ja schon vor allen anderen kannte. Im Juni 2006 war es der Kracher im “Lazur” im bulgarischen Sonnenstrand, zu dem besonders die Schweden immer abgegangen sind. Welch Wunder, ist ja auch eine schwedische Band. Ich muss aber sagen, dass der Song wirklich was hat. Mittlerweile kann ich ihn zwar so nicht mehr hören, in der Disco übt er aber seinen unwiderstehlichen Bulgarien-Charme aus, der mich einfach auf die Tanzfläche zieht.) Als ob die Leute also plötzlich vergessen haben, wie man sich an Zigarette oder Glas festhält, tanzen sie ausgelassen und gröhlen mit (wenn es nicht gerade Boten Anna ist, und man kein Schwedisch kann). Ab diesem Punkt hat der DJ gewonnen. Er spielt Songs, die einen automatisch auf der Tanzfläche lassen, und ist einmal einer dazwischen, bei dem man entfernt daran denkt, vielleicht doch noch einmal etwas zu trinken, dann kommt der nächste, der einen vom Rand der Tanzfläche wieder in die Mitte der Meute zieht. Diese Hoch-Phase hält dann etwa eine Stunde an, dann kommt der DJ auf einmal auf die Idee, das Genre zu wechseln. Die Hälfte verflüchtigt sich also wieder an die Bars und wartet sehnsüchtig darauf, dass der Plattentellermensch da oben zur Besinnung kommt und wieder die Musik spielt, die man gerne hören möchte. Das Tückische an genau dieser Stelle ist, dass sich spätestens jetzt bei mir der Alkohol bemerkbar macht. Leider nicht in Form von ausufernder Ausgelassenheit, sondern lediglich dadurch, dass ich furchtbar müde werde. Nach fünfzehn-minütigem Lounge-Sitzen komme ich dann meistens zu dem Schluss, dass nun für heute ja auch gut ist und die Woche ja hart war… bla bla. Solche Ausreden eben, für die ich mich am nächsten Tag (und meistens schon während der Fahrt nach Hause) Ohrfeigen könnte.
Manchmal frage ich mich wirklich, warum Partymachen zu Abizeiten noch so einfach war und jetzt so ein Kraftakt geworden ist. Sicherlich haben sich die Motive, warum ich weggehe, geändert (oder ist es genau das?), aber zumindest bis 3 Uhr sollte man doch durchhalten können. Gerade habe ich beschlossen, dass heute die beste Gelegenheit ist, diesem Verhalten ein Ende zu machen. Wo auch immer der “Tanz in den Mai” stattfinden wird - er dauert mindestens bis morgens um eins drei!
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