Archiv für die Kategorie: “/me”
Geschrieben von Lye in /me, Kurios, tags: Leben, Uni
Es soll Menschen geben, die sehen zwei T-Shirts, wissen instinktiv, welches ihnen besser steht und gehen mit genau diesem zur Kasse. Das ist dann bei ihnen ein Akt von etwa 20 Sekunden samt 15 Sekunden Wegstrecke.
Und es gibt mich. Wenn ich ein T-Shirt sehe, wäge ich grob ab, ob es annähernd zu meinem Stil passen könnte. Wenn es nicht gerade neonpink ist und aussieht wie aus den 50ern, dauert schon das bei mir einen Moment. Dann probiere ich es an (bemerke: OHNE zweites T-Shirt zur Auswahl). Ich drehe mich nach links, drehe mich nach rechts. Und wenn es nicht gerade sitzt wie Sack, dann drehe ich mich auch noch fünf Mal um die eigene Achse, um es von allen Seiten zu betrachten. Dann stellt sich mir folgende Frage: Passt der Schnitt? Joa. Passt die Farbe? Joa. Passt der Preis/Wie ist der Kontostand? Okay. Ein deutliches “Ja” gibt es nicht. Bei keiner Frage. Vielleicht ist der Schnitt super, die Farbe aber etwas zu blass. Und ob ich für den Preis nicht noch was besseres… woanders… und ich überlege und überlege und tue mich furchtbar schwer nur zu entscheiden, ob ich dieses eine T-Shirt jetzt kaufen möchte.
Dieses Verhalten ist auf Dauer vielleicht gut für mein Konto, nicht aber für mein Zeit-Management. Denn so wie bei diesem Beispiel geht es bei mir äußerst häufig, ich überlege und überlege und kann mich dann doch nicht entscheiden. Entscheidungen treffen soll man ja trainieren können. Das Problem ist aber nicht, dass ich mich nicht entscheiden kann, sondern dass ich immer neben allen Nachteilen auch alle Vorteile sehe und sie stets gleichauf wiegen. Das ist das eigentliche Phänomen. Selten hat etwas eine Tendenz, noch seltener eine klare Gewichtung. Was beim T-Shirt vielleicht noch nicht so schlimm ist, wirkt sich spätestens bei der Studienplatzwahl dramatisch aus.
Hier passt mir der Ort nicht, aber der Studiengang, da muss ich auf den Bescheid noch warten, aber würde eigentlich gerne hin, und am dritten Ort klappt alles mit dem Job aber dafür mit der Wohnung nicht. Manchmal wäre ich furchtbar gerne einer der Menschen, die ein T-Shirt/einen Studienplatz/eine Wohnung/einen Job sehen, zur Kasse gehen und bezahlen. Ohne langes Anprobieren.
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Geschrieben von Lye in /me, tags: Liebe
Es ist ein schöner Song. Er ist ruhig, hat Hintergrund, bei ihm bekomme ich eine Gänsehaut. Und immer, wenn ich ihn höre, denke ich dabei an jemanden. Leider ist es keine besonders schöne Erinnerung, was weniger am Verhalten der Person denn an meinem lag, aber das ist eigentlich eine andere Geschichte.
Es gibt noch einen anderen Song. Er ist ebenso ruhig, hat Hintergrund und bei ihm werde ich immer furchtbar traurig. Wenn ich ihn höre, denke ich dabei an jemanden. Auch das ist keine besonders schöne Erinnerung, hier liegt es aber an der Person.
Es scheint manchmal, als seien Lieder besonders gut dazu geeignet, sich mit Erinnerungen zu verknüpfen. Das Problem ist nur, dass man diese Erinnerungen anscheinend nicht überschrieben bekommt. Man kann weder die Verknüpfungen ganz lösen, noch neue schaffen. Entweder, ein Song hat eine Erinnerung, oder nicht. Aber eine neue - das ist unmöglich. Dabei sind gerade die beiden solche schönen Songs, bei denen ich eigentlich keine schlechten Erinnerungen haben möchte. Vielleicht ist das aber auch alles genau so gewollt, damit man nicht vergisst, was man bisher erlebt hat. Damit etwas nicht einfach ausgelöscht werden kann, auch wenn es noch so traurig war. Vielleicht weiß das Gedächtnis, dass man noch einmal daraus lernen kann und ruft es so wieder in Erinnerung.
Aber auch die Erinnerungen an sich haben etwas Tückisches. Mitunter sind sie gar nicht an einen Song gebunden sondern einfach an die Person selbst. Und wenn jemand halbwegs so aussieht, oder etwas tut, das ähnlich war, oder man in einer stillen Minute einfach nur ein wenig in seinem Kopf kramt, dann kommt es wieder. Die Worte, die Geste, der Blick, vielleicht auch die Berührung. Und komischerweise ist auch das wieder einmal nichts, an das man sich erinnern möchte. Denn dann wäre es keine Erinnerung, dann wäre es auch heute noch so. Obwohl, das stimmt eigentlich auch nicht. In dem Moment, aus dem die Erinnerung stammt, da war es schön. Unschön wurde es erst später. Aber da alles miteinander verknüpft scheint, ruft die schöne die schlechte Erinnerung gleichermaßen hervor - und man wird traurig. Dass es nicht geblieben ist.
Daran schließt sich nun aber eine ganz neue Frage an. Warum denn wird man traurig, wenn man doch jetzt, in diesem Moment etwas hat, das so viel besser ist. Also nicht, dass man einen Apfel hat, wenn man Schokolade haben könnte. Nein, zwei Schokosorten von denen eine eben noch besser schmeckt. Die hat man. Aber die andere, die hatte auch so einen ganz besonderen Geschmack, den man vermisst. Warum fällt es manchmal so schwer, loszulassen? Sich damit abzufinden, zu schätzen, was man jetzt hat, wie toll das eigentlich ist? Vielleicht, weil man nicht weiß, wie es hätte werden können. Weil es dieser Moment war, der so schön war. Aber die vielen anderen, die noch hätten kommen können, die hat man nicht mitbekommen. Und so hat man keinen wirklichen Vergleich und setzt diesen einen Moment mit einer Fülle von anderen auf eine Stufe und denkt, sie wären gleichwertig.
Und warum tut man genau das immer noch, wenn man sich gerade selbst so plausibel erklärt hat, dass das nicht geht?
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Geschrieben von Lye in /me, tags: Leben, Uni
Seit ich in die erste Klasse gehe, habe ich mir gesagt, dass ich Abitur machen möchte. Gut, vielleicht war es auch die zweite. Seit ich in die fünfte Klasse gehe (oder die sechste), habe ich mir gesagt, dass ich studieren will.
Ein blöder Spruch besagt, dass es erstens immer anders kommt und zweitens, als man denkt. Seit einem Jahr läuft es genau so. Erst bekomme ich ein Angebot, fest bei der Zeitung zu arbeiten - mein Traumjob, dafür schiebe ich mein Studium ein Jahr nach hinten. Ich bin jung, ich hab das Jahr Zeit und Berufserfahrung macht sich im Journalismus immer gut. Daraus ist in dem Sinne nichts geworden, aber arbeiten tue ich seite einem Jahr trotzdem sechs Mal die Woche für gutes Geld bei eben dieser Zeitung. Ich habe mir gesagt, dann, in einem Jahr, dann gehe ich studieren. Denn studieren ist das, was ich wollte und mir immer vorgenommen habe.
Aus, ja eigentlich aus einer Laune heraus, habe ich mich bei der Axel-Springer-Akademie (Journalistenschule) beworben. An sich ist das dort ein besseres Volontariat. Man macht dort mehr, hat mehr Abwechslung, ist in verschiedenen Zeitungen beschäftigt. Pro Ausbildungsjahr nehmen sie 40 Leute auf, die Akademie gilt als die Eliteschule im Deutschen Journalismus. Wer dort war, hat quasi einen Freifahrtschein für eine feste Anstellung in welcher Zeitung auch immer.
Ich bin in der zweiten Runde. Mit 734 anderen. Von etwa 5700. Hätte ich nicht gedacht. Wenn ich dort angenommen würde, wäre es mehr als blöd, das nicht anzunehmen. Aber ich wollte ja eigentlich studieren. Geht man nach dieser zweijährigen Ausbildung noch studieren? Wohl eher nicht. Wieviele Prinzipien sollte man über den Haufen schmeißen, um das zu werden, was man immer sein wollte? Wenn diese Ausbildung einem bessere Berufschancen verspricht, als jedes Studium, man sich aber ohne Studium nur “halb” fühlt - sollte man es trotzdem machen?
Wie gut, dass ich erst in der zweiten Runde bin. So besteht immer noch die Chance, dass sie mich gar nicht wollen und ich mir diese Gedanken umsonst mache. Was aber… wenn ich jetzt weiterkomme…?
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Geschrieben von Lye in /me, Multimedia, tags: Foto
Sie ist leicht. Endlich. Und sie ist schnell. Endlich. Und sie kann viel. Endlich.
Eine neue Canon Eos 400D ist seit heute in meinem Besitz. Doch nicht nur sie, auch ein 18-55 mm Canon- und ein 55-200 mm Tamron-Objektiv, einen Metz Mecablitz 58 AF-1, zwei Speicherkarten, ein Zweitakku und eine Lowepro Stealth Reporter D100 AW-Tasche. Den Nachmittag habe ich mit Auspacken, Einpacken und Bedienungsanleitunglesen verbracht. Nun kann ich alle Automatik und immerhin zwei der “Kreativ”-Programme bedienen. Zugegeben, das mit der manuellen Blendeinstellung habe ich noch nicht so ganz raus. Aber Übung macht den Meister. Und solange die Bilder wenigstens in der Automatik-Einstellung scharf und gut werden, bin ich begeistert.
Besonders gut gefällt mir ja die Landschaftseinstellung. Zur visuellen Vorstellung:

Links wurde im Landschaftsmodus fotografiert (ja, die Schärfe, das kriege ich auch noch hin), rechts im normalen Irgendwas. Geblitzt wurde im Übrigen bei beidem - der Landschaftsmodus lässt Grün- und Blautöne brillianter erscheinen - und das finde ich wiederum einfach brilliant.
Mit dieser neuen Ausrüstung werde ich jetzt durch Ostholstein streifen und das Schönste einfangen, was mir vor die Linse kommt. Und hoffentlich werden dann wenigstens die Fotos, die ich für die LN mache, scharf…
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Geschrieben von Lye in /me, Multimedia, tags: Foto
Ich glaube, mir ist ein Durchbruch in meiner privten Freizeitgestaltung gelungen. Lange schon habe ich ein Hobby gesucht, das mir genauso viel Spaß macht, wie Reiten, aber nicht ganz so Zeit- und Geldaufwändig ist. Fotografie hat mit immer schon begeistert, und nachdem ich gerade meine ersten Streifzüge durch Eutin gemacht habe, bin ich wahrlich begeistert. Denn meine ersten Versuche finde ich gar nicht so schlecht. Sicherlich muss ich noch einiges über die Kamera und Belichtung etc. pp. lernen, aber mit dem Computer kriegt man aus Fotos doch noch so einiges raus.
Drei kleine Beispiele seht ihr hier:

Das mag euch jetzt gefallen oder auch nicht, auf jeden Fall finde ich das faszinierend und furchtbar entspannend, zu sitzen und auf Möwen zu warten, oder genau die richtige Perspektive zu finden.
Deshalb habe ich mich auch entschlossen, mir eine neue Kamera zuzulegen. Und zwar mit richtig Profimäßigem Zubehör. Eine Canon Eos 400 D soll es werden, mit zwei Wechselobjektiven und externem Blitz. Nicht zuletzt kann ich so auch für die LN besser fotografieren. Und da es mir einfach Spaß macht, werde ich das Geld dafür wohl mal ausgeben. Sollte es dann irgenwann so weit sein, werde ich euch hier sicherlich mit großartigen Fotografien beglücken.
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Geschrieben von Lye in /me, tags: Leben, Musik
Mein nächstes Stöckchen. . . eigentlich nicht zugeworfen sondern mehr angefordert - Schande über mich. Aber ich fand die Idee einfach so schön, da wollte ich auch mal mitschreiben.
Gesucht ist ein Song,
…der dich traurig macht: Counting Crows - Colorblind
…bei dem du weinen musst: Evanescence - My Immortal
…der dich glücklich macht: Sailor - Girls, Girls, Girls. Aber eigentlich gibt es noch mindestens zwanzig weitere Songs, die mich wirklich glücklich machen.
…bei dem du sofort gute Laune kriegst: Mia - Zirkus
…bei dem Du nicht still sitzen kannst: Pakito - Living on Video - ein halbes Jahr lang mindestens gesucht und dann in Spanien auf einem polnischen Viva-Kanal gefunden. Strike!
…der deiner Meinung nach zu kurz ist: Blur - Song 2. Wer schreibt einen Song, der zwei Minuten lang ist?
…der dir etwas bedeutet: Silbermond - Das Beste
…den du ununterbrochen hören kannst: The Bosshoss - Rodeo Radio höre ich zumindest schon recht lang. Wobei mir absolut jeder Song irgendwann anfängt, auf den Geist zu gehen.
…den du liebst: Reamonn - Tonight
…den du hast, aber nicht magst: Hilary Duff - Jericho habe ich eigentlich auch nur einmal für eine Freundin runtergeladen.
…dessen Text auf dich zutrifft: Irgendwie trifft bei mir jeder Text mal irgenwann zu, da gab es schon so viele Songs, von denen ich das gedacht habe, und die dann doch wieder verworfen wurden.
…von einem Soundtrack: Rob Dougan - Clubbed to Death - der legendäre Matrix-Soundtrack
…den du schon live gehört hast: Silbermond - Meer sein
…der nicht auf deutsch/englisch ist: Da musste ich gerade mal durch mein Songarchiv forsten und habe Alizee - Moi, Lolita gefunden
…der von einer Frau gesungen wird: Cascada - How do you do
…eines Solokünstlers: Pohlmann - Wenn jetzt Sommer wär
…deiner Lieblingsband: Silbermond - Das Ende vom Kreis
…aus deiner frühesten Kindheit: Ach Gott, aus meiner frühesten Kindheit stammt leider alles, was RSH heute noch spielt aber auf Anhieb würde ich sagen Bakerstreet - Undercover
…mit dem du dich identifizierst: The Pointer Sisters - I’m so excited
…den du deinem Schwarm vorsingen würdest: Ich weiß es leider nicht genau, aber ich glaube fast, es waren die Backstreet Boys, Take That oder eine andere Combo, die “Show me the way to your heart” gesungen haben. Das würde passen.
…zum Küssen: Ja, ganz gruselig. Da fällt mir leider nur einer ein und zwar Marc Terenzi - Heat between the sheets. Dazu haben sich mein Freund und ich das erste Mal geküsst.
…zum Kuscheln: Herrje, den genauen Song weiß ich jetzt gar nich, aber es gibt da eine Lounge-CD, die ist einfach nur schön.
…der dich an Deinen letzten Liebeskummer erinnert: Silbermond - Durch die Nacht
…der von Sex handelt: Scooter - Lass uns Tanzen. Ich war erschüttert, dass Scooter sich auf so ein Niveau herablässt.
…der dich an einen Urlaub erinnert: Ganz klar: Basshunter - Boten Anna. Denn ich habe den Song schon im Juni 2006 in Bulgarien gehört, er brauchte dann ein geschlagenes halbes Jahr um auch hier in die Discos vorzustoßen.
…der dir peinlich ist, dass du ihn gut findest: Ach ich glaube, so wirklich peinlich ist mir gar nichts an Musik.
…den du gerne beim Aufstehen hörst: Da muss es schon etwas “schmissiges” sein. Ich glaube, The Bosshoss würden sich dafür gut eignen. Ich muss mich mal wieder durch Musik wecken lassen.
…den du gerne beim Autofahren hörst: Gigi D’Agostino - Bla bla bla
…der dir schon mal in einer Situation geholfen hat: Rave Allstars - Wonderful Days 2006
…dessen Video du als letztes im Fernsehn gesehen und überraschend gut gefunden hast: Ach wie heißt der noch… der, der jetzt auch im Radio immer läuft. Na dieser mit den vieren in der Bar, wo nachher Mädels dazukommen und einer sich wie Herbert Grönemeyer anhört…
…den du immer wieder hören musst: Lazard - Living on Video
…der dich nervt: Mittlerweile nervt mich Pink - Dear Mr. President wirklich. Am Anfang war er toll, aber nach 50 Radio-Wiederholungen ist er nur noch zum umschalten!
…der dich rasend macht: Gwen Stefani - Sweet Escape. Ich weiß auch nicht warum.
…den du von einer/m Freund/in lieben gelernt hast: Sean Paul - Get Busy. Ich erinnere mich noch lebhaft, wie ein Freund dazu wild auf der Reithallen-Band getanzt hat.
…den du magst, aber die Band nicht: Oomph - Träumst du?
…den du gerade hörst: Renegade Masterz - Chrystal Ship
…den du als letztes heruntergeladen hast: Ich glaube das war… Monrose - Hot Summer. Geiler Song, macht richtig Laune - solche Musik sollten die weiter machen.
…einer Band, die es nicht mehr gibt: Caught in the Act - Bring back the love. Zum Leidwesen meines Bruders fand ich die mit etwa zehn Jahren toll, er musste mir eine CD kaufen.
Ein Stöckchen ist zum weiterwerfen, ich weiß. Aber momentan fehlt mir der Hund, der es auffangen könnte. Spontan fällt mir der absolute Musikfreak Lennart ein. Seine Blog-Adresse habe ich aber verlegt - ich mache mich eiligst auf die Suche, versprochen!
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Geschrieben von Lye in /me, tags: Mode, Schmuck
Ich hatte Geburtstag und ich habe ein Geschenk bekommen. Eines, das süchtig macht. Pandora heißt es und sieht folgendermaßen aus:

Es sind Armbänder, wahlweise auch Halsketten in Silber oder Gold, die zu Beginn aus der puren Kette bestehen. Alle Steine, die man dann darauf sieht, kann man sich einzeln kaufen und ganz individuell zusammenstellen. Eine Kette plus zwei Steine kostet ungefähr 100 Euro, die Steine in Silber fangen bei 19 Euro an. Und da geht das Dilemma los. Etwa 20 Steine passen an ein Armband. Da man sich allein aus den Kostengründen nie ein ganzes Armband auf einmal kauft, ist man ständig auf der Suche nach neuen Steinen. Das Konzept hat bei mir voll angeschlagen. Da der einzelne Stein vermeintlich nicht so teuer ist, kauft man sich schnell einmal einen. Ist das Armband aber voll, hat man einen Wert am Arm hängen, mit dem ich mich, wenn ich mir das bewusst machen würde, nicht trauen würde, aus dem Haus zu gehen.
Los ging das Leiden direkt an meinem Geburtstag. Mein Schatz hat mir das Armband geschenkt, zusammen mit einem Stein, auf dem Sonne, Mond und Sterne waren (”Damit du weißt, dass ich immer für dich da bin”) und einer Maus (”Damit du unsere Mädels (=Ratten) immer mit dir herumtragen kannst”). Noch am gleichen Tag waren wir in Timmendorfer Strand. Und was mache ich? Halte automatisch Ausschau nach einem Juwelier und dort dann ganz gezielt nach Pandora. Und ich habe Pandora gefunden. Und weil ich ja nun mal Geburtstag hatte, habe ich mir gleich noch einen Murano-Glasstein für 29 Euro gekauft.
Ein paar Tage später im Urlaub: Lina läuft durchs komplette Einkaufszentrum mit dem Pandora-Tunnelblick. Haben sie das hier? Nein. Dort? Auch nicht. Aber da, da liegen doch Pandorasteine! Und weil sie in Spanien nur fünf statt 19 Prozent Mehrwertsteuer haben, kosten die Steine dort nur 16,50 statt 19 Euro. Mein Schatz schenkt mir ein Herz (”Weil ich dich so liebe”) und ich schenke mir selbst einen weiteren Stein (”Weil ich ja schließlich im Urlaub bin - der ist eine Erinnerung daran!”).
Noch ein paar Tage später auf einem “Plagiat-Markt”: Lina hat den ultimativen Pandora-Blick entwickelt und findet den einzigen zwischen 200 Ständen heraus, der die kleinen Steinchen im Angebot hat. Fälschungen allerdings. Egal, ich finde einen Stein, der mit seinen Zirkonia-Steinchen innen drin etwa 50 Euro in Deutschland kosten soll und hier nur 20 Euro. Ich kaufe ihn (Zitat Verkäuferin: “Der ist original nachgemacht!”)
Wie soll das bloß weitergehen? Wie kann ich mich aus dem Haus bewegen, ohne auf Pandora-Suche zu sein? Wie kann ich mein Geld auf dem Konto lassen, wenn das Band noch sooo leer aussieht? Wie kann ich mich in die Königpassage begeben, wo gleich ein ganzer Pandora-Shop auf mich wartet? Und was zum Teufel mache ich, wenn ich mein gesamtes Vermögen in dieses Armband investiert habe und es voll ist? Fange ich mit einem zweiten an? Kaufe ich mir gar eine Kette (die es passenderweise genauso wie Ringe, Broschen und sonstigen Schmuck gibt)?
Ich weiß nicht, warum. Aber diese kleinen Steinchen üben eine magische Anziehungskraft aus, die jedes Mal “Kauf mich, an deinem Arm ist noch Platz” schreit. Hoffentlich hören die Stimmen in meinem Kopf auf, sobald am Arm kein Platz mehr ist. Obwohl meine Hoffnung gering ist - denn solange ich Geld habe, wird die Stimme wohl nicht versiegen. Und selbst wenn ich keines mehr habe - dann gibt es ja auch noch die zahlreichen Pandora-Fälschungen, deren Kauf sich mir momentan (bis auf meinen Ausrutscher auf dem Markt) noch verbietet.
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Geschrieben von Lye in /me, tags: Leben, Mode
Ich möchte voller Stolz (und vielleicht ein bisschen Arroganz) behaupten, dass ich sie habe. Die langen Beine, die schlanke Taille und knackigen Hintern, die eine Bikinifigur ausmachen. Okay, mein Bauch, der macht mir zu schaffen, aber der Rest ist eigentlich ganz akzeptabel. Ich brauche keine Bikini-Figur-in-zwei-Wochen-Cornflakes, ich brauche nur die richtige Verpackung. Bisher waren meine Bikinis einfallslos, schwarz und womöglich noch in unmöglicher Form. Jetzt habe ich Geld, jetzt konnte ich mir einen wirklich schicken Bikini kaufen - einen von H&M. Klingt wie Ironie, ist es aber nicht.
Denn H&M ist längst nicht mehr H&M. H&M ist Madonna, Lagerfeld und Kylie Minogue. Und letztere hat mir zu einem wirklichen Prachtexemplar von Bikini verholfen. “Mut zur Farbe” lautete meine Parole und so schillert er nun in blau, grün und weiß von meinem sanft gebräunten Körper. H&M loves Kylie heißt die Kollektion und obwohl nun wirklich jedes Mädchen zwischen 15 und 25 in diesem Laden ihre Klamotten kauft, habe ich auf Gran Canaria keine gesehen, die meinen Bikini trug. Das wird sich am Ostseestrand vermutlich ändern.
Um diesen sinnfrei arroganten Beitrag noch einmal zu vertiefen, kommen hier (sobald die hochlade-Funktion wieder geht) noch einmal ein paar besonders aparte Bilder - man achte natürlich nur auf den Bikini und nicht auf die Trägerin!
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