Posts Tagged “Auto”

Ich wohne in Hamburg. Hamburg ist eine Großstadt. In Großstädten gibt es viele Straßen, viel Verkehr und wenig Parkplätze. Auch in meiner Straße. In meiner Straße bekommt man ab 8 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags einen Parkplatz. Dann kann man ihn sich auch aussuchen. Danach ist es vorbei. Ab 16.01 Uhr muss man mindestens drei Mal alle Straßen in der näheren Umgebung abfahren, um irgendwo eine winzige Lücke im eingeschränkten, wahlweise auch absoluten Parkverbot zu bekommen. Dann kann man hoffen, dass heute keiner kontrolliert, ob alle Autos Verkehrsregelkonform stehen.

Ich habe schon ein kleines Auto. Ich kann ziemlich gut einparken, vor allem rückwärts und auch in kleine Parklücken. Trotzdem finde ich sehr häufig keinen Parkplatz.

Ich möchte einen Smart haben. Denn mit einem Smart kann man überall parken. Zur Not auch so:

Smart

Comments Keine Kommentare »

Vor zwei Jahren sah man sie plötzlich an jedem Auto - und wer sich zum Viertelfinale noch eine besorgen wollte, stand vor leeren Regalen in den Geschäften. Für die EM dieses Jahr hat sie sich gewappnet, die Industrie, und hat Abermillionen schwarz-rot-goldener Autofahnen hergestellt. Doch sie hat nicht nur die Deutschen als Markt erkannt. Was vor zwei Jahren gut lief, wurde jetzt noch ausgeweitet. Denn wieso sollten Türken, Russen, Spanier und Holländer nicht auch mit ihrer Landesfahne am Auto durch die Gegend fahren?

Das Konzept ist aufgegangen - in diesem Jahr habe ich schon fast mehr türkische als deutsche Fahnen gesehen. Jetzt natürlich nicht mehr, schließlich haben wir die Türken rausgeschmissen. Was die Statistik aber wieder ausgleicht ist folgender Trend: Zur Weltmeisterschaft war es Kult, sich eine Fahne ans Auto zu hängen. Eine? Die reicht jetzt nicht mehr. Mindestens zwei müssen es schon sein, der Symmetrie wegen. Und die richtigen Hardcore-Fans, die haben ihre Fenster auch schon mal mit vier oder gar acht (alles schon gesehen) Fahnen zugepflastert. Da fällt mir wieder die alte Diskussion ein - heißt es eigentlich Fahne oder Flagge? Wusste ich schon vor zwei Jahren nicht.

Allerdings habe ich eine vage Vermutung, woran das denn nun liegt, die Sache mit dem Trend zur Zweitfahne. Zum Einen hat sich die Industrie wie schon erwähnt gerüstet - selbst jetzt zum Finale bekommt man noch eine beliebige Anzahl von Fahnen zu kaufen. Die Türkische gibt es sogar zum Sonderpreis. Selbst der Ober-Discounter Aldi hat sie vorübergehend in sein Sortiment aufgenommen. Im Doppelpack für 1,45. Da nun ja nicht jeder einen Zweitwagen hat, passiert folgendes: Zwei Fahnen gekauft, also auch zwei Fahnen ans Auto gehängt. Sieht eben besser aus. Und da wir diesmal im Finale stehen, scheint es ja geholfen zu haben, die doppelte Fan-Unterstützung.

P.S.: Um das Ganze zu veranschaulichen habe ich auch noch einen Schnappschuss. Denn nicht nur die Zweit- sondern auch die Kleinstfahne scheint voll im Trend zu sein…

bild045.jpg

Comments Keine Kommentare »

Die meisten Staus haben einen Grund. In den meisten Fällen ist dieser Grund ein Unfall. Wahlweise ein Rentner, ein Ausländer oder jemand, der vor dem Autobahn-Hinweisschild stehen bleibt, weil er erst einmal in die Karte schauen muss, ob das nun die richtige Ausfahrt ist.

Mysteriös wird ein Stau dann, wenn man in selbigem steht, nach links und rechts zu den Seitenstreifen schaut und Kilometer für Kilometer nichts - aber auch absolut überhaupt nichts - an Gründen für einen Stau erkennt. So gestern abend auf der A1 passiert. genau einen Meter hinter der Ausfahrt Sereetz in Richtung Lübeck stand auf einmal urplötzlich alles. So plötzlich, dass Warnblinker die heranrasenden Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam machen mussten, vielleicht den Bleifuß vom rechten aufs mittlere Pedal zu verlagern - wäre zumindest besser für sie und ihre Protz-BMWs. Passenderweise war es genau fünf nach halb (sieben) - kein Verkehrsfunk mehr für die nächsten zwanzig Minuten… Ich schaute nun links… und rechts… und wieder links… und nirgendwo war etwas zu sehen. Lediglich genervte Autofahrer und Massen von LKW stellten sich meinem Blick entgegen. Passgenau drei Meter vor der Ausfahrt “Bad Schwartau” ging es auf einmal mit mehr als 10 km/h weiter - nämlich mit 100. Keine Autos mehr da, keine Polizei, kein Wrack am Straßenrand. Passgenau lief jetzt gerade auf Delta-Radio der Verkehrsfunk: “… die A1 Fehmarn Richtung Lübeck ist zwischen Sereetz und Bad Schwartau komplett dicht…”. Aha. Und warum bitte? Nicht mal der clevere Radio-Mensch wusste von der Ursache und ich - live vor Ort - habe erst recht nichts gesehen.

Das Fazit: Im Stau stehen kann mitunter ganz schön aufregend sein, wenn man alle drei Meter denkt: “Gleich habe ich das Auto-Wrack vor Augen”. Tut sich aber nach 9, 12, 1800 Metern immer noch nichts, kommt das im-Stau-stehen einer als Champagnertorte getarntem Sektkuchen nahe: unheimlich frustrierend.

Übrigens: Auf der Marienbrücke, die um diese Uhrzeit aus allen Richtungen so belagert wird, dass man 2 Kilometer um sie herum etwa 30 Minuten einplanen muss, fuhren die drei Autos, die da waren, ohne Probleme und Stau herüber… Verkehrte Welt!

Comments 2 Kommentare »