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Seit ein paar Tagen bin ich auf der Suche nach einem neuen Handy. Zumindest farblich wird die Entscheidung nicht schwer - denn es gibt ja bei fast allen Modellen nur noch zwei Farben zur Auswahl. Schwarz. Oder weiß. Das iPhone gibt es in schwarz oder weiß, das G1, das N97 von Nokia.

Wird die Welt jetzt farblos? Will die Welt keine Farbe mehr? Ist Farbe out? Oder wittert die Mobilfunkbranche ein neues Geschäftsfeld - weil sich jetzt jeder für sein nichtfarbiges Handy ein farbiges Cover kaufen möchte? Oder eine Tasche in pink, blau, rot, gelb, grün? Damit das farblose Handy ein bisschen mehr Persönlichkeit bekommt? Schließlich haben in absehbarer Zeit alle nur noch ein entweder schwarzes oder weißes Handy…

Das allein wäre eigentlich noch keinen Blogeintrag wert. Allerdings hat mich gerade die Nokia-Seite bei der Handysuche besonders überrascht. Denn: Neben den Bildern der Handys findet sich ein kleiner Button “Nutzen”. Dahinter verbirgt sich eine großartige Idee. Nokia stellt eine fertigen Code bereit, mit dem man genau dieses Bild einfach in seinen Blog einbetten kann. Wie wundervoll, wie einfach, wie modern! Nokia hat das Potenzial des Internet erkannt und nutzt es nun. Und weil ich dieses moderne Marketing einfach nur unterstützen kann, kommt jetzt ein bisschen Werbung. Voilà, das Nokia N97:

Übrigens finde ich das gar nicht so ungelungen - wenngleich es natürlich sehr nach Mix aus iPhone und G1 aussieht.

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Es gab Zeiten, da gab es zum Verreisen Reisebüros, zum Telefonieren T-Punkte und zum Einkaufen Supermärkte. Heute gibt es Aldi. Dieser Billig-Discouter entwickelt sich mittlerweile zum wahren Multitalent. Wofür man früher noch 10 Leute brauchte, stellt man heute eine Hauptschülerin ein, die an der Kasse sitzt. Denn Aldi hat längst nicht mehr nur Tomaten, Brötchen und Tiefkühlbaguettes, neuerdings gibt es dort auch Reisen zu kaufen. Frei nach dem Motto: “Schatz, was soll ich mitbringen? Eier, Käse, Quark und Paprika?” - “Vergiss bitte die Cornflakes und die Bulgarien-Reise nicht!” Ob die nun billig sind bei Aldi, wo ja sonst auch alles billig ist, das sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass die Hauptschülerin an der Kasse vielleicht noch sagen kann, wie die Tomaten schmecken (sehr gut natürlich) aber erzählen, wie das Essen im Hotel schmeckt, dass sie gerade mit über den Laser zieht? Fehlanzeige. Wer also eine Reise bei Aldi kauft, kauft sich die Katze im Sack. Aber hauptsache billig. Ich präferiere daher das Reisebüro. Im besten Fall war die Frau mit den Katalogen in der Hand schon einmal in dem Ort, idealerweise auch noch genau in dem Hotel, weiß also, was sie einem verkauft. Dafür weiß sie vermutlich nicht, wie die Tomaten bei Aldi schmecken.

Wie ich ins Reisebüro gehe, gehe ich auch in den T-Punkt. Ob die dort Ahnung von ihrem Job haben, sei auch mal dahingestellt. Aber zumindest werden sie dafür bezahlt, dass sie so tun, als ob sie es hätten. Aber darüber habe ich ja schon berichtet. Telefonieren kann man aber auch bei Aldi. Mit dem Aldi-Talk. Natürlich zu super billigen Konditionen. Wie Aldi eben ist. Das Superangebot darin: “Unter Aldi-Talkern telefonieren sie (fast) kostenlos!”. Na das ist ja mal super. Ich kann kostenlos telefonieren. Aber mit wem nur? Wer holt sich denn ein Aldi-Handy mit Aldi-Vertrag und Aldi-Simkarte? Vielleicht der Lutz Berlin-Marzahn. Aber möchte ich mit Lutz aus Berlin-Marzahn telefonieren? Eher nicht. Stattdessen ist der Aldi-Tarif ganz Aldi-ungünstig nämlich eher superteuer bei Verbindungen zu jeglichen anderen Handynetzen. Und in die telefoniere ich ja, weil mit Lutz… nee, doch lieber nicht.

Und jetzt ein Appell an all jene, die sich Reisen und Telefonverträge bei Aldi kaufen: Geht ins Reisebüro und in den Telefonfachhandel - da werdet ihr wirklich geholfen! Was sollen denn die armen Reisebürokauffrauen und Telekommunikationskaufmänner machen, wenn ihr eure Dienstleistungen zwischen Kartoffeln und Schlagsahne auf das Aldi-Laufband legt? Aldi macht sein Geld auch mit Seelachsfilets und den Funkweckern, die nach zwei Tagen kaputt gehen. Also: Finger weg von der Discount-Verarsche und Hände hin zur Wertberatung!

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Für ein Handy entschieden (siehe: Die Qual der Wahl), habe ich mich vergangenen Sonnabend samt Vertragsinhaber auf den Weg zu meinem Lieblings-T-Punkt gemacht. Die gute Nachricht: Das Ausprobieren der Geräte klappte (fast) problemlos, beide waren zumindest für Vorführzwecke verfügbar und konnten mir bei meiner Entscheidungsfindung helfen.
Die zweite gute Nachricht: Um bedient zu werden, mussten wir kein drei Sekunden warten, mit dem Fuß in der Telekom-Tür stürmte bereits ein Verkäufer auf uns zu.

Die schlechte Nachricht: Auf Anfrage, ob man das Handy denn nun sofort mitnehmen könne folgte ein: “Ja… hmm… moment… ich muss mal kurz… (Verkäufer weg)… (Verkäufer kam wieder)… ja also da hole ich mal den, der dafür zuständig ist… (Verkäufer weg)… (anderer Verkäufer kam dazu)… ja, also, so einfach… im Privatkundenbereich… aber weil das ja Geschäftskunden… und geht ja sowieso nur über bestellen… und… da müssen sie noch ein paar Tage warten, das ist noch gar nicht so weit.” Hervorragend. Anscheinend funktioniert der T-Punkt so, dass man für jede einzelne Information, die man gerne haben möchte (zum Beispiel, dass sich der Vertrag noch nicht verlängern lässt), auch einen einzelnen Besuch einplanen muss. Ist ja nicht so, dass man mir das bei meinen zwei vorherigen Besuchen hätte mitteilen können… Insgesamt bekomme ich mehr und mehr das Gefühl, Telekom-Mitarbeiter sind einfach überfordert.

Achso, mein neues Handy wird übrigens ein Nokia 6300, das LG Shine war zwar ganz hübsch, dafür aber schwer und mit komischer Bedienung - also nur bedingt zu empfehlen. Überhaupt unterscheiden sich die Handy heutzutage anscheinend nur noch durch das Design - an Funktionen haben sie heute alle alles.

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Momenten stehe ich vor der Aufgabe, mir ein neues Handy zuzulegen - Vertragsverlängerung. Wie es dann so ist, habe ich mir auch schon ein Modell ausgeguckt: Eines aus der Nokia L’amour collection. Wie es dann so ist, kann man natürlich genau das nicht haben. Wie es dann so ist, kostet dieses Handy ohne Vertrag und Sonstiges etwa 300 Euro.

Ich bin also zum T-Punkt gelaufen und habe mir Broschüren geholt. Gut, eine halbe Stunde warten um zu hören “Da kann ich momentan nichts machen, da musst du mir erst den Code sagen” (Warum eigentlich glauben manche Menschen, ich würde es witzig finden, geduzt zu werden?). Also bin ich wieder los, bei Papa nach dem Code gefragt und auf zum T-Punkt. Heute waren es nur 28 Minuten warten - fast geschenkt. Meine Frage? Preise wollte ich wissen, ob ich mir die Handys, die ich denn gerne hätte, überhaupt leisten kann. Vor zwei Jahren habe ich für das damals relativ neue Nokia 6230i ungefähr 100 Euro bezahlt - wer weiß, wie teuer solche Verlängerungen mittlerweile geworden sind? Der nette Herr führte dann etwa fünf Telefonate. Das wiederum ist auch ein Phänomen, dass die Mitarbeiter im T-Punkt eigentlich nur die Service-Nummern wissen müssen, den Rest erledigen die Leute am anderen Ende der Leitung für sie. Diese Service-Nummern sind im Übrigen genau die gleichen, die auch Otto-Normal-Kunde anrufen kann. (Merke: Bei allen Fragen zu Handy/Telefon/etc. aus dem Internet Nummer suchen und selbst anrufen, spart etwa 40 Minuten Wartezeit). Immerhin habe ich dann nicht schlecht gestaunt, als nacheinander auf dem Zettel die Preise notiert wurden. Etwa fünf Euro für das Nokia 6300 sowie das Sony Ericsson K550i und ungefähr 50 Euro für das LG Shine. Wie bitte? Bisher kam man bei einer Vertragsverlängerung nicht unter 100 Euro weg für ein einigermaßen vernünftiges Handy. Aber vielleicht hat T-Mobile ja inzwischen eingesehen, dass es irgendwie Abzocke ist, bei guten Kunden (die ihre Verträge verlängern) so viel Geld haben zu wollen und bei Neukunden die Handys so rauszuhauen. Rein theoreitsch hätte man dann nämlich alle zwei Jahre einen neuen Vertrag abschließen können statt verlängern - und hätte ein Handy für einen Euro dazu bekommen. Die Erklärung des T-Punkt-Spezis lautete übrigens, dass heute mit den Telefon(ier)-Kosten verdient wird, nicht mehr mit den Geräten.

Leisten kann ich mir somit alle drei, was die Auswahl zugegeben schwer macht. Die Frage ist also: Was brauche ich eigentlich im Handy? Ein kluger Spruch lautete einmal: “Mein Handy kann alles, nur nicht kochen!” Eigentlich brauche ich eines, das kochen kann. Ein leckeres chinesisches Gericht finde ich nämlich wertvoller, als eine Push-2-Talk-Funktion. Zumal ich immer noch nicht verstanden habe, wie letztere überhaupt funktioniert, geschweige denn, wozu sie gut ist.

Was mir wirklich wichtig am Handy ist: Der Wecker (diverse Möglichkeiten der Weckton-Gestaltung dabei ein Muss), die Erinnerungsfunktion (verschiedene Melodien hier ebenfalls von Vorteil, aber selten angeboten), eine gute SMS-Bedienung sowie eine Kurzwahltasten-Funktion. Das haben ungefähr alle Handys, selbst die uralten. Wo also einschränken? Eine gute Handykamera ist zwar hübsch, aber wann fotografiert man damit schon mal? Trotzdem muss mein Handy mindestens 2 Megapixel haben, sonst verschlechtere ich mich ja gegenüber meinem alten, das nur 1,3 Megapixel hat.

Und da geht das Dilemma schon wieder los. Brauche ich ein neues Handy? Ähh… nö! Macht mich ein neues Handy glücklich? Vielleicht die ersten zwei Wochen, wenn man immer mal wieder neue Funktionen entdeckt. Warum will ich es dann haben? Ist das Handy ein Statussymbol? Je teurer, desto besser? Dann müsste ich ja das LG Shine nehmen - um Geld auszugeben, das ich nicht habe, für ein Handy, das ich nicht brauche, um Leuten zu imponieren, die ich nicht mag . . .

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