Posts Tagged “Leben”
Geschrieben von Lye in /me, tags: Leben, Uni
Seit ich in die erste Klasse gehe, habe ich mir gesagt, dass ich Abitur machen möchte. Gut, vielleicht war es auch die zweite. Seit ich in die fünfte Klasse gehe (oder die sechste), habe ich mir gesagt, dass ich studieren will.
Ein blöder Spruch besagt, dass es erstens immer anders kommt und zweitens, als man denkt. Seit einem Jahr läuft es genau so. Erst bekomme ich ein Angebot, fest bei der Zeitung zu arbeiten - mein Traumjob, dafür schiebe ich mein Studium ein Jahr nach hinten. Ich bin jung, ich hab das Jahr Zeit und Berufserfahrung macht sich im Journalismus immer gut. Daraus ist in dem Sinne nichts geworden, aber arbeiten tue ich seite einem Jahr trotzdem sechs Mal die Woche für gutes Geld bei eben dieser Zeitung. Ich habe mir gesagt, dann, in einem Jahr, dann gehe ich studieren. Denn studieren ist das, was ich wollte und mir immer vorgenommen habe.
Aus, ja eigentlich aus einer Laune heraus, habe ich mich bei der Axel-Springer-Akademie (Journalistenschule) beworben. An sich ist das dort ein besseres Volontariat. Man macht dort mehr, hat mehr Abwechslung, ist in verschiedenen Zeitungen beschäftigt. Pro Ausbildungsjahr nehmen sie 40 Leute auf, die Akademie gilt als die Eliteschule im Deutschen Journalismus. Wer dort war, hat quasi einen Freifahrtschein für eine feste Anstellung in welcher Zeitung auch immer.
Ich bin in der zweiten Runde. Mit 734 anderen. Von etwa 5700. Hätte ich nicht gedacht. Wenn ich dort angenommen würde, wäre es mehr als blöd, das nicht anzunehmen. Aber ich wollte ja eigentlich studieren. Geht man nach dieser zweijährigen Ausbildung noch studieren? Wohl eher nicht. Wieviele Prinzipien sollte man über den Haufen schmeißen, um das zu werden, was man immer sein wollte? Wenn diese Ausbildung einem bessere Berufschancen verspricht, als jedes Studium, man sich aber ohne Studium nur “halb” fühlt - sollte man es trotzdem machen?
Wie gut, dass ich erst in der zweiten Runde bin. So besteht immer noch die Chance, dass sie mich gar nicht wollen und ich mir diese Gedanken umsonst mache. Was aber… wenn ich jetzt weiterkomme…?
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Geschrieben von Lye in Kurios, Tierisch, tags: Leben
Man hört immer wieder, dass Tiere in die Welt des Menschen eindringen, ihn belästigen und quasi von ihm Leben. Ratten zum Beispiel. Kann ich nicht bestätigen - ich füttere sie ja sogar. Oder Waschbären. Die sollen ja so einen Lärm beim Umstoßen der Mülltonnen machen, dass so manch ein Hausbesitzer sich schon mit der Schrotflinte auf die Lauer gelegt hat.
Ganz neu ist mir aber, dass auch Vögel diese Tendenzen zeigen. Ich kenne Spatzen normalerweise so, dass sie selbst beim bloßen Vorbeigehen meinerseits aus ihrer gut geschützten Position in der Hecke fliehen, um dann, wenn alles sicher ist und ich weg bin, wieder dort Platz zu nehmen. Ich kenne Spatzen aber eigentlich nicht so, dass sie einem auch noch das Brötchen vom Teller klauen. So geschehen neulich auf dem Eutiner Marktplatz. Bei meinem Lieblingsbäcker habe ich mir wie üblich ein belegtes Ciabatta gekauft und wollte dies draußen mit Blick auf die Geschehenisse auf dem Platz genüsslich verspeisen. Ungefähr fünf, sechs Spatze pickten in gebührendem Abstand auf dem Boden Brotkrümel auf, bis sie eine neue Beute entdeckten - mein Ciabatta. Einer nach dem anderen ließen sie sich auf den umliegenden Tischen und Stühlen nieder, hüpften näher und wieder weg, beobachteten mich. Und dann startete der Angriff. Ein Spatz flog vorwitzig auf die Stuhllehne mir gegenüber, das Brötchen nicht aus den Augen lassend. Dann setzte er über auf den Tisch. Taperte näher, guckte mich noch einmal frech an, pickte einen Krümel von meinem Teller auf und flog fröhlich weg.
Seit wann zum Teufel haben Spatzen den Respekt vor den Menschen verloren? Kann man nicht einmal mehr in Ruhe sein Brötchen essen, ohne dass es einem von der hiesigen Tierwelt geneidet wird? Kann man Spatzen des Mundraubs bezichtigen und sie mit einer angeketteten Murmel in das Spatzennest sperren? Oder bin ich einfach zu egoistisch und es grenzt an Tierquälerei, wenn ich dem armen Spatz, dessen Lebensraum wir Menschen ja zerstört haben, von meinem Essen nichts abgebe? Sollte dem so sein, möchte ich aber auch, dass der Mensch mit der Schrotflinte den armen Waschbären seine Mülltonne schon einmal vorsorglich abends auskippt und ab sofort keine Tiermordversuche mehr unternimmt!
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Geschrieben von Lye in /me, tags: Leben, Musik
Mein nächstes Stöckchen. . . eigentlich nicht zugeworfen sondern mehr angefordert - Schande über mich. Aber ich fand die Idee einfach so schön, da wollte ich auch mal mitschreiben.
Gesucht ist ein Song,
…der dich traurig macht: Counting Crows - Colorblind
…bei dem du weinen musst: Evanescence - My Immortal
…der dich glücklich macht: Sailor - Girls, Girls, Girls. Aber eigentlich gibt es noch mindestens zwanzig weitere Songs, die mich wirklich glücklich machen.
…bei dem du sofort gute Laune kriegst: Mia - Zirkus
…bei dem Du nicht still sitzen kannst: Pakito - Living on Video - ein halbes Jahr lang mindestens gesucht und dann in Spanien auf einem polnischen Viva-Kanal gefunden. Strike!
…der deiner Meinung nach zu kurz ist: Blur - Song 2. Wer schreibt einen Song, der zwei Minuten lang ist?
…der dir etwas bedeutet: Silbermond - Das Beste
…den du ununterbrochen hören kannst: The Bosshoss - Rodeo Radio höre ich zumindest schon recht lang. Wobei mir absolut jeder Song irgendwann anfängt, auf den Geist zu gehen.
…den du liebst: Reamonn - Tonight
…den du hast, aber nicht magst: Hilary Duff - Jericho habe ich eigentlich auch nur einmal für eine Freundin runtergeladen.
…dessen Text auf dich zutrifft: Irgendwie trifft bei mir jeder Text mal irgenwann zu, da gab es schon so viele Songs, von denen ich das gedacht habe, und die dann doch wieder verworfen wurden.
…von einem Soundtrack: Rob Dougan - Clubbed to Death - der legendäre Matrix-Soundtrack
…den du schon live gehört hast: Silbermond - Meer sein
…der nicht auf deutsch/englisch ist: Da musste ich gerade mal durch mein Songarchiv forsten und habe Alizee - Moi, Lolita gefunden
…der von einer Frau gesungen wird: Cascada - How do you do
…eines Solokünstlers: Pohlmann - Wenn jetzt Sommer wär
…deiner Lieblingsband: Silbermond - Das Ende vom Kreis
…aus deiner frühesten Kindheit: Ach Gott, aus meiner frühesten Kindheit stammt leider alles, was RSH heute noch spielt aber auf Anhieb würde ich sagen Bakerstreet - Undercover
…mit dem du dich identifizierst: The Pointer Sisters - I’m so excited
…den du deinem Schwarm vorsingen würdest: Ich weiß es leider nicht genau, aber ich glaube fast, es waren die Backstreet Boys, Take That oder eine andere Combo, die “Show me the way to your heart” gesungen haben. Das würde passen.
…zum Küssen: Ja, ganz gruselig. Da fällt mir leider nur einer ein und zwar Marc Terenzi - Heat between the sheets. Dazu haben sich mein Freund und ich das erste Mal geküsst.
…zum Kuscheln: Herrje, den genauen Song weiß ich jetzt gar nich, aber es gibt da eine Lounge-CD, die ist einfach nur schön.
…der dich an Deinen letzten Liebeskummer erinnert: Silbermond - Durch die Nacht
…der von Sex handelt: Scooter - Lass uns Tanzen. Ich war erschüttert, dass Scooter sich auf so ein Niveau herablässt.
…der dich an einen Urlaub erinnert: Ganz klar: Basshunter - Boten Anna. Denn ich habe den Song schon im Juni 2006 in Bulgarien gehört, er brauchte dann ein geschlagenes halbes Jahr um auch hier in die Discos vorzustoßen.
…der dir peinlich ist, dass du ihn gut findest: Ach ich glaube, so wirklich peinlich ist mir gar nichts an Musik.
…den du gerne beim Aufstehen hörst: Da muss es schon etwas “schmissiges” sein. Ich glaube, The Bosshoss würden sich dafür gut eignen. Ich muss mich mal wieder durch Musik wecken lassen.
…den du gerne beim Autofahren hörst: Gigi D’Agostino - Bla bla bla
…der dir schon mal in einer Situation geholfen hat: Rave Allstars - Wonderful Days 2006
…dessen Video du als letztes im Fernsehn gesehen und überraschend gut gefunden hast: Ach wie heißt der noch… der, der jetzt auch im Radio immer läuft. Na dieser mit den vieren in der Bar, wo nachher Mädels dazukommen und einer sich wie Herbert Grönemeyer anhört…
…den du immer wieder hören musst: Lazard - Living on Video
…der dich nervt: Mittlerweile nervt mich Pink - Dear Mr. President wirklich. Am Anfang war er toll, aber nach 50 Radio-Wiederholungen ist er nur noch zum umschalten!
…der dich rasend macht: Gwen Stefani - Sweet Escape. Ich weiß auch nicht warum.
…den du von einer/m Freund/in lieben gelernt hast: Sean Paul - Get Busy. Ich erinnere mich noch lebhaft, wie ein Freund dazu wild auf der Reithallen-Band getanzt hat.
…den du magst, aber die Band nicht: Oomph - Träumst du?
…den du gerade hörst: Renegade Masterz - Chrystal Ship
…den du als letztes heruntergeladen hast: Ich glaube das war… Monrose - Hot Summer. Geiler Song, macht richtig Laune - solche Musik sollten die weiter machen.
…einer Band, die es nicht mehr gibt: Caught in the Act - Bring back the love. Zum Leidwesen meines Bruders fand ich die mit etwa zehn Jahren toll, er musste mir eine CD kaufen.
Ein Stöckchen ist zum weiterwerfen, ich weiß. Aber momentan fehlt mir der Hund, der es auffangen könnte. Spontan fällt mir der absolute Musikfreak Lennart ein. Seine Blog-Adresse habe ich aber verlegt - ich mache mich eiligst auf die Suche, versprochen!
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Geschrieben von Lye in Allgemein, tags: Leben
Zu erkennen, dass man glücklich war, ist leicht. Zu erkennen, dass man glücklich ist, ist Kunst.
Diesen Spruch habe ich gerade in der Signatur eines Forumnutzers gelesen - und fand ihn wirklich bemerkenswert. Wenn man einmal darüber nachdenkt, steckt dort viel Wahres drin. Ich weiß, dass ich im Kindergarten mit meinem Kindergartenfreund glücklich war, als wir auf einem Kletterbaum Ufo spielten. Ich weiß auch, dass ich auf meinem Abiball glücklich war und ziemlich glücklich war ich auch in meinem Bulgarienurlaub. Letztendlich war ich eigentlich auch unwahrscheinlich glücklich, als ich das erste mal in den Armen meines Freundes lag.
Aber habe ich mich in dem Moment auch glücklich gefühlt? Im Kindergartenalter ist es schwer, Glück als solches zu erkennen, das klammere ich jetzt mal aus. Auf meinem Abiball habe ich die Hälfte der Zeit daran gedacht, was wohl die Lehrer gerade denken, mit denen ich mich nach dreizehn harmonischen Jahren noch nach dem Abi gezofft habe. Das war nicht wirklich entspannend und in dem Moment hätte ich auch nicht von mir selbst behauptet, ich sei glücklich. Okay, ein bisschen zwar. Aber nicht so, wie ich jetzt denke, dass ich dort glücklich war. Ähnlich ist es mit dem Urlaub in Bulgarien. Er hat Spaß gemacht, keine Frage. Nachdem ich mich aber - wie es ja so meine Art ist - in den ersten zwei Tagen unsterblich in einen gutaussehenden jungen Mann verliebt habe, der mich dann in der zweiten durchgetanzten Nacht abservierte und mir trotzdem ständig vor der Nase rumsprang, weil meine Freundin ausgerechnet mit seinem Bruder anbandelte, hätte ich in diesen Tagen nicht mehr behauptet, ich sei glücklich. Wenn ich jetzt aber an diesen Urlaub zurückdenke, dann bin ich der festen Überzeugung, dass ich dort trotzdem glüclich war. Nichts anderes bestätigen die anderen fünf Kerle, die mir die darauffolgenden Nächte dort versüßt haben…
Das mit den Armen meines Freundes, das ist dann irgendwie doch noch etwas anderes. Ich denke schon, dass ich in dem Moment wusste, dass ich glücklich bin. Ich weiß zumindest, dass ich das da so gefühlt habe. Wie glücklich ich aber eigentlich überhaupt war, dass weiß ich erst jetzt, wenn ich mich daran zurückerinnere. Denn damals, da war das alles noch so aufregend und irgendwie habe ich die Ganze Zeit daran gedacht, was wir denn bloß machen, wenn wir in den nächsten Minuten/Stunden/Tagen aufstehen werden - genießen konnte ich das Glück da nicht wirklich.
Ich erlebe ab und zu tatsächlich Momente, in denen ich denke “Mensch, jetzt bin ich aber glücklich!”. Doch diese bewussten Momente des Glücks sind rar, sie bedürfen schon einiger innerer Ruhe und äußerer Zeit, damit man überhaupt die Chance hat, diesen Moment für sich als glücksvoll zu bezeichnen. Wesentlich öfter sind da die Momente des unbewussten Glücks. In der Situation, in der man gerade steckt, weiß man gar nicht, dass man gerade doch ziemlich glücklich ist. Erinnert man sich aber später daran, zaubert es einem ein sanftes Lächeln ins Gesicht. Und dann weiß ich, dass ich dabei glücklich war. Ein Beispiel? Der nächtliche Strandbesuch mit meinem Freund im Urlaub. Als wir da waren, und nachts aneinander gekuschelt am Strand saßen, war der Moment schön. Ich habe ihn genossen. Aber ob ich glücklich war, darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Denke ich jetzt aber daran zurück, kommt eben dieses Lächeln und ich denke im Nachhinein, dass das doch ein wirklich glücklicher Moment gewesen ist.
Der Satz ist wahr. Aber kann man lernen, das Glück zu erkennen? Wenn es eine Kunst ist, gehört dazu tatsächlich ein wenig Talent, um es zur Perfektion zu bringen. Wer es durschnittlich mag, für den reicht vermutlich ein wenig Übung. Ich übe jetzt. Und in diesem Moment weiß ich, dass ich glücklich bin - weil ich mit diesem Text soeben einen weiteren Blogeintrag geschafft habe.
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Geschrieben von Lye in Kurios, tags: Leben
Ja, ich habe es getan. Ich habe Gras geraucht. Ohne mein Wissen. Und das kam so:
Ort: Gran Canaria, von Deutschen bevölkerte Urlaubsinsel: Playa del Ingles, Schwester von El Arenal: Zig Zag’s Viking Bar, ominöser Abschlepp-Schuppen.
Zeit: Montag 0.20 bis 3.30 Uhr, Dienstag 0.55-1.30 Uhr.
Vergehen: Ich habe getanzt - wie jeder normale Mensch auch. In einer deutschen Diskothek würde man beim Tanzen höchstens austrocknen vom vielen Schwitzen in den unterbelüfteten Räumen. In einer spanischen Diskothek (Gran Canaria = Spanien ) wird man dezent unter Drogen gesetzt. Jedes Mal, wenn neuer Disconebel kam, schwamm mit dem Rauch so ein süßlich-ätzender Geruch mit, bei dem ich mir jedes Mal meine Nase weggewünscht habe.
Kurzer Rückblick zum Abend zuvor: Gegen halb vier zieht mich mein Freund von der Tanzfläche und klagt über starken Druck auf der Brust - wir glauben, ihm hat jemand was in die Cola getan und gehen nach Hause.
Zurück zum zweiten Abend: Mein Freund spürt eben jenes Gefühl wieder, riecht das Gras im Nebel nun auch und sieht jedes Mal Sterne tanzen. Okay. Welcher Idiot mischt bitte in einem ganz normalen Club Drogen welcher Art auch immer in den Disco-Nebel? Warum ich nichts gemerkt habe außer dem Geruch weiß ich nicht, mein Freund meint aber, es liege daran, dass ich im Gegensatz zu ihm noch keine Erfahrungen damit hätte und mein Körper daher nicht reagieren kann. Aber mal ehrlich, sogar in Spanien sollte sowas doch verboten sein? Dass man die Leute damit hemmungsloser machen kann, kann ich mir vorstellen, aber was für einen Vorteil hat das für den Clubbetreiber? Trinken hemmungslosere Leute mehr? Kommen sie öfter wieder und bleiben länger, weil der Abend ja so einen Spaß gemacht hat?
Ich wünsche mir den Tag herbei, an dem Verstand auch nur ein mal über die Profitgier siegt!
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Geschrieben von Lye in /me, tags: Leben, Mode
Ich möchte voller Stolz (und vielleicht ein bisschen Arroganz) behaupten, dass ich sie habe. Die langen Beine, die schlanke Taille und knackigen Hintern, die eine Bikinifigur ausmachen. Okay, mein Bauch, der macht mir zu schaffen, aber der Rest ist eigentlich ganz akzeptabel. Ich brauche keine Bikini-Figur-in-zwei-Wochen-Cornflakes, ich brauche nur die richtige Verpackung. Bisher waren meine Bikinis einfallslos, schwarz und womöglich noch in unmöglicher Form. Jetzt habe ich Geld, jetzt konnte ich mir einen wirklich schicken Bikini kaufen - einen von H&M. Klingt wie Ironie, ist es aber nicht.
Denn H&M ist längst nicht mehr H&M. H&M ist Madonna, Lagerfeld und Kylie Minogue. Und letztere hat mir zu einem wirklichen Prachtexemplar von Bikini verholfen. “Mut zur Farbe” lautete meine Parole und so schillert er nun in blau, grün und weiß von meinem sanft gebräunten Körper. H&M loves Kylie heißt die Kollektion und obwohl nun wirklich jedes Mädchen zwischen 15 und 25 in diesem Laden ihre Klamotten kauft, habe ich auf Gran Canaria keine gesehen, die meinen Bikini trug. Das wird sich am Ostseestrand vermutlich ändern.
Um diesen sinnfrei arroganten Beitrag noch einmal zu vertiefen, kommen hier (sobald die hochlade-Funktion wieder geht) noch einmal ein paar besonders aparte Bilder - man achte natürlich nur auf den Bikini und nicht auf die Trägerin!
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Geschrieben von Lye in Allgemein, tags: Leben
In der aktuellen Ausgabe der “Neon” gibt es einen Artikel, der sich mit dem Partyleben beschäftigt. Im Gegensatz zur momentanen “Flatrate-Party”-Diskussion ist dieser allerdings als “Hymne an die Partynacht” zu verstehen. Verschiedene Autoren beschreiben dort ihre Lieblingsstunde(n) in der Nacht. Ich habe mal überlegt, welche Stunde mir eigentlich am besten gefällt. Mal davon abgesehen, dass die Stunden in letzter Zeit aufgrund akuter schnell-Müdigkeit sowieso eher im weniger repräsentativen Bereich sind, habe ich für mich die Stunde zwischen null und ein Uhr auserkoren.
Warum? Na das Aufhübschen, das kanns nicht sein. Passiert meist ohne großen Spaßfaktor allein im Badezimmer. Vorglühen ist auch nicht mehr das, was es mal war, einfach weil der Alkohol, den man zuhause hat, irgendwie immer zum gleich wieder ausk*** schmeckt. Die heiklen Minuten gegen 22.30 bis 23 Uhr sind auch nicht gerade spaßig, hier steht jedes Mal die Frage im Raum, ob man denn überhaupt noch losgeht oder eigentlich nicht vieeel zu müde ist und einen vieeel zu anstrengenden Tag hatte. Rafft man sich dennoch auf, kommt als nächstes die “Eingewöhnungsphase”. Erstmal komplett durch alle Räume schleichen, meistens feststellen, dass überall nur komische Leute herumlaufen und der Stammraum noch am ehesten zu ertragen ist, und dann erstmal an die Bar, einen Drink holen. Dort macht man dann das gleiche, wie zuvor beim durch-die-Räume-schleichen: Sich umschauen, ob man vielleicht ein bekanntes Gesicht sieht, das man eigentlich überhaupt nicht treffen wollte (1. Schlechte-Laune-Punkt) und sich überlegen, wo der sonst so gute DJ die Gruselmusik, die momentan durch die Lautsprecher dröhnt, eigentlich ausgegraben hat (2. Schlechte-Laune-Punkt). Hat man diese Schwelle dann aber überwunden und sich vom Argument überzeugen lassen, dass der hohe Eintrittspreis sein Geld ja nicht wert war, wenn man nach einer halben Stunde schon wieder das Handtuch schmeißt, dann kommt die Stunde.
Es ist jetzt etwa 0 Uhr, manchmal auch 0.30 Uhr. Die Tanzfläche ist bis auf ein paar kuriose Gestalten, die ihre Gliedmaßen bewegen als ob sie nicht wüssten, wozu sie eigentlich da sind, vollkommen leer. Alles steht am Rande des Geschehens, hält sich krampfhaft am Glas oder an der Zigarette fest. Und dann kommt er. Der Song, der drei Viertel der Partymacher wie magisch auf die Tanzfläche zieht. Der Song selbst ist je nach Publikum, DJ und momentaner Chart-Lage variabel, bei mir ist es aber seit dem Bulgarien-Urlaub im letzten Jahr “Boten Anna” von Basshunter. (Zu dem Song muss ich anmerken, dass ICH ihn ja schon vor allen anderen kannte. Im Juni 2006 war es der Kracher im “Lazur” im bulgarischen Sonnenstrand, zu dem besonders die Schweden immer abgegangen sind. Welch Wunder, ist ja auch eine schwedische Band. Ich muss aber sagen, dass der Song wirklich was hat. Mittlerweile kann ich ihn zwar so nicht mehr hören, in der Disco übt er aber seinen unwiderstehlichen Bulgarien-Charme aus, der mich einfach auf die Tanzfläche zieht.) Als ob die Leute also plötzlich vergessen haben, wie man sich an Zigarette oder Glas festhält, tanzen sie ausgelassen und gröhlen mit (wenn es nicht gerade Boten Anna ist, und man kein Schwedisch kann). Ab diesem Punkt hat der DJ gewonnen. Er spielt Songs, die einen automatisch auf der Tanzfläche lassen, und ist einmal einer dazwischen, bei dem man entfernt daran denkt, vielleicht doch noch einmal etwas zu trinken, dann kommt der nächste, der einen vom Rand der Tanzfläche wieder in die Mitte der Meute zieht. Diese Hoch-Phase hält dann etwa eine Stunde an, dann kommt der DJ auf einmal auf die Idee, das Genre zu wechseln. Die Hälfte verflüchtigt sich also wieder an die Bars und wartet sehnsüchtig darauf, dass der Plattentellermensch da oben zur Besinnung kommt und wieder die Musik spielt, die man gerne hören möchte. Das Tückische an genau dieser Stelle ist, dass sich spätestens jetzt bei mir der Alkohol bemerkbar macht. Leider nicht in Form von ausufernder Ausgelassenheit, sondern lediglich dadurch, dass ich furchtbar müde werde. Nach fünfzehn-minütigem Lounge-Sitzen komme ich dann meistens zu dem Schluss, dass nun für heute ja auch gut ist und die Woche ja hart war… bla bla. Solche Ausreden eben, für die ich mich am nächsten Tag (und meistens schon während der Fahrt nach Hause) Ohrfeigen könnte.
Manchmal frage ich mich wirklich, warum Partymachen zu Abizeiten noch so einfach war und jetzt so ein Kraftakt geworden ist. Sicherlich haben sich die Motive, warum ich weggehe, geändert (oder ist es genau das?), aber zumindest bis 3 Uhr sollte man doch durchhalten können. Gerade habe ich beschlossen, dass heute die beste Gelegenheit ist, diesem Verhalten ein Ende zu machen. Wo auch immer der “Tanz in den Mai” stattfinden wird - er dauert mindestens bis morgens um eins drei!
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