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Okay, meine Theorie war falsch. Ich gebe es ja zu. Jetzt, nach vier Tagen Harry Potter lesen (wenn man nebenbei arbeiten muss, geht es eben nicht so schnell), habe auch ich mich zuende gegruselt und herausgefunden, dass Harry zwar stirbt, aber irgendwie auch nicht. Wie er das macht? Ja nun, das weiß man wohl nicht so genau. Und warum ihm auf einmal Dumbledore in einem Matrix-ähnlichen Raum erscheint, das bleibt auch offen. Gelöst wird aber endlich das Rätsel um die Verbindung von Harry und Voldemort - schließlich ist ein Teil von Voldemorts Seele in Harry. Aber warum Harry Voldemorts Gedanken lesen konnte, warum Voldemort wusste, das Harry zu ihm kommt, all das bleibt offen. Und da hieß es doch, dieses letzte Buch lüftet alle Geheimnisse um unseren Helden.

Und um noch ein wenig kritischer zu werden: Mir war dieser Band viel zu düster. Ständig hatte ich Angst, dass ein Todesser um die Ecke springt und Harry umlegt, oder gar Voldemort selbst zum Zauberstab greift. Immer nur auf der Flucht, in Angst und Schrecken versetzt waren die drei Helden. Da bleibt selbst dem Leser wenig Platz zum Durchatmen. Besonders hübsch dafür der Epilog: Herzhaft habe ich gelacht, als ich die ganzen Anspielungen auf vorherige Bücher und die Charaktere gelesen habe. Eine schöne Idee ist es insgesamt gewesen, den Epilog Jahre später spielen zu lassen. Und einfach zu niedlich, wie Lily Potter ganz unbedingt jetzt schon mit ihren Brüdern Albus und James nach Hogwarts möchte. Das macht fast Lust darauf, auch von ihnen noch mehr zu lesen - viel mehr!

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Gerade habe ich das RTL-Special zum fünften Harry Potter-Film, “Der Orden des Phönix” gesehen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Kulissen dort wirklich atemberaubend waren und ich mich frage, wieviel Geld das eigentlich gekostet hat, alles zu bauen, wurde mir dabei gerade wieder etwas in Erinnerung gerufen.

Und zwar die Prophezeiung. Wer sich sie genau anhört, pardon, durchliest, hat das Ende von Harry Potter eigentlich schon schwarz auf weiß. Da Prophezeiungen immer in Erfüllung gehen, kann es gar nicht anders sein, als dass Harry und Voldemort sterben. Es ist ganz einfach. Die Prophezeiung besagt, dass die Schicksale beider (Voldemort hat Harry durch die Narbe auserwählt) zusammenhängen und einer nur sterben kann, wenn der andere auch stirbt. Da es nunmal nur sieben Bücher geben soll und die Serie doch irgenwann mal ein Kinderbuch gewesen ist, muss nach den Regeln der Kunst der Oberbösewicht sterben. So ist das nunmal. Würde er das nicht tun, wäre das Ende so etwas von überhaupt nicht befriedigend und würde Nachahmer nur animieren - oder vielleicht Rowling selbst - die ganze Geschichte weiter zu schreiben. Das könnte natürlich auch passieren, sollte Voldemort sterben, schließlich war er ja schon einmal “tot”. Aber wenn er stirbt, wovon ich wie gesagt ausgehe, wird auch Harry sterben. Das wäre zwar bitter, aber nur konsequent und in Bezug auf die Prophezeiung richtig. Natürlich ist es keinesfalls Kinderbuchkorrekt, wenn der Held ebenfalls stirbt. Aber in diesem Falle muss es sogar so sein. Schließlich haben ganz am Anfang beide überlebt - Harry wie Voldemort, was zeigt, dass ja schonmal einer den anderen nicht ganz töten kann. Außerdem wird Harry das Kämpfen in den letzten Jahren an der Schule explizit beigebracht - auch das wurde im RTL-Special erwähnt. So soll er also gegen alle um Voldemort herum kämpfen, um die schon einmal auszuschalten und schließlich die Kraft haben, Voldemort selbst zu töten - in dessen Gegenzug Harry dann auch stirbt. Diese Nachahmungsgefahr ist dann fast ausgeschaltet - wie will man Harry wiederbeleben? Obwohl das - wie bereits erwähnt - ja zu Beginn auch ging.

So weit meine Theorie. Ob sie aufgeht, werde ich hier schreiben, sobald ich das Buch durch habe. Was vermutlich zwei Tage nach Erscheinungstermin sein wird. Vorerst habe ich mir Karten für den fünften Harry Potter Teil im Kino besorgt, und werde jetzt schon einmal anfangen, das sechste Buch nochmal zu lesen, um mich für Band sieben nochmal auf den neuesten Stand zu bringen.

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