Posts Tagged “Mode”

169,- 119,90. Das stand auf dem Etikett, als ich sie endlich entdeckt habe. Sie würde jetzt auch neben mir stehen, wenn der erste Preis nicht durchgestrichen worden wäre - aber so macht sie mir umso mehr Freude. Denn wenn es eines ist, was ich liebe, dann sind das Taschen. Und Schnäppchen. Diese Tasche erfüllt also jegliche Kriterien, um mich glücklich zu machen.

Doch die Geschichte dieser Tasche ist eigentlich viel älter. Denn verliebt habe ich mich schon damals in sie. In München Ende März, als sie mitten in der Kaufinger Straße noch 199 Euro kosten sollte und mir zu bunt und zu unbezahlbar war. Eine Tasche von George, Gina & Lucy wollte ich schon haben, schließlich ist das momentan die Taschenmarke. Aber vor allem brauchte ich eine für den Alltag - und da müssen dann eben auch Laptop und Collegeblock hinein passen. Also wurde es eine “Sexy Strappy” (für alle Männer hier: Ja, jede Taschenform hat bei dieser Marke ihren eigenen Namen). Aber Boxy Luda ging mir trotzdem nicht aus dem Kopf.

Ich googelte Boxy Luda, erfuhr, dass sie aus der Kollektion “Summer Silly Con Silk” ist und ich sie am liebsten in der Farbe “Pink Miami” und nicht “Purple Kyoto” hätte. Denn violette Taschen habe ich schon deren zwei. Pink fehlt mir.

Nun kennt mein Liebster nach drei Jahren mittlerweile meinen Taschenwahn in- und auswendig. Er weiß: Wenn ich eine Tasche gesehen habe, die mich nicht mehr loslässt, muss ich sie auch haben. Irgendwie. Irgendwann. Er wollte sie mir zum Geburtstag schenken - fand in einem der wenigen Geschäfte, die GG&L führen, aber nur ein Modell, das nicht im entferntesten nach Boxy Luda aussah.

Dann kam unser New York-Trip und auf meiner Einkaufsliste (der Dollar stand ja gerade wundervoll!) stand ganz oben: Richtig, Boxy Luda. In Amerika sollte dieser Traum bezahlbar werden. In ganz New York gab es laut Internetseite gerade drei Geschäfte, die die Marke führen sollten - so ganz angekommen schien sie also noch nicht zu sein. Denn sogar in Lübeck werden immerhin neun gelistet. Der erste NY-Laden: “GG&L? Ja, hatten wir mal. Jetzt aber nicht mehr.” Huch? Das würde bei dem Hype in Deutschland nicht passieren. Aber die Amis waren mir ja sowieso immer schon ein bisschen suspekt. Den zweiten Laden gab es gar nicht mehr, der dritte zu weit weg. Und auch sonst sah man auf den Straßen weder George, noch Gina oder gar Lucy.

Ein neuer Plan wurde geschmiedet. Die Familie in München könnte man fragen, ob sie die Tasche dort kauft und dann in den Norden schickt. Der Plan wurde so lang weiter ausgereift (wie dem 70-jährigen Onkel erklären, welches die richtige Tasche ist?), bis ein sonntäglicher Krankenspaziergang die lang ersehnte Wendung brachte. Nichtsahnend ging ich an einem Geschäft mitten in Lübeck vorbei - und da strahlte sie mich an. Mein Boxy Luda, pink und bunt und wunderschön.

Der Fakt, dass Sonntag war und alle Geschäfte zu, störte mich nur die ersten zehn Minuten. Denn ich muss eigentlich immer noch einmal eine Nacht darüber schlafen, bevor ich mich zu solch einer Investition entschließe. Auch wenn ich in diesem Fall schon ungefähr 60 Nächte von ihr geträumt habe. Und immerhin konnte mir in dieser Zeit niemand die Tasche wegkaufen.

119,90 Euro. Damit war sie jetzt letztendlich noch zehn Euro günstiger als meine erste GG&L, die nicht aus einer limitierten Kollektion stammte. Und wenn irgendein Cent davon wirklich weh tat, dann wurde der Schmerz überlagert - vom Glücksgefühl, eine solch schöne Tasche ergattert zu haben!

Comments 4 Kommentare »

Dampfende Gullideckel, permanent hupende Autos, knallgelbe Taxen. Könnte ein Film sein – ist aber das reale New York. Anscheinend haben es diverse Filmstudios geschafft, New York – oder sagen wir mal genauer Manhattan – tatsächlich so realitätsgetreu abzubilden, dass man sich beim Besuch wie im Film vorkommt.
Oder wie in einer Fernsehserie. In meinem Regal zuhause stehen alle sechs Staffeln Sex and the City, alle sechs habe ich gesehen,  einige Folgen dazu doppelt, die gab’s ja auch mal im Fernsehen. Jetzt bin ich tatsächlich in New York – und schaue überall nach diesen hübsch angezogenen „City Girls“, die Sarah Jessica Parker und Co verkörpern. An meinem ersten (kompletten) Tag habe ich ehrlich gesagt keine gefunden, dafür aber eine Menge des Manhattans, das auch in der Serie gezeigt wird. Ein bisschen Fiktion braucht so eine Serie ja auch.
Zu dieser zumindest teilweisen Fiktion scheint auch DER Schuhladen „Manolo Blahnik“ zu gehören. Zugegebenermaßen liegt meine sehr aktive Sex and the City – Zeit schon etwas länger hinter mir, aber als ich gestern als dann doch waschechter Fan vor Ort war, musste ich zwei Mal schauen, bis ich den Laden gefunden habe. Ein Din-A4-Blatt großes  Messingschild auf der einen und eines auf der anderen Seite eines winzigen Schaufensters sind mit „Manolo Blahnik“ beschriftet. Vor der Tür steht ein halbherzig edel angezogener Mann, innen drin gähnende Leere. Ich hatte nicht nur ein etwas prunkvolleres Äußeres erhofft, sondern eigentlich auch etwas mehr Trubel innen drin. Das ist schließlich DER Schuhladen. So allerdings konnte ich mir einen Großteil der Modelle wunderbar anschauen – durchs Fenster. Denn rein habe ich mich nicht getraut, schließlich versprühen solche Geschäfte zum Einen den Charme des Wenn-Du-Dir-Hier-Eh-Nichts-Leisten-Kannst-Werfen-Wir-Dich-Sowieso-Gleich-Wieder-Raus. Zum anderen hatte ich zwecks bequemeren Stadtrundgangs Turnschuhe an. Und damit habe ich mich schon in Grund und Boden geschämt, als ich nur vor dem Fenster stand.
Trotzdem habe ich ihn gleich gesehen, DEN Schuh, der mich für mindestens die nächsten fünf Jahre glücklich machen würde. Er ist – soweit man es durch das polierte Fenster sehen konnte – aus pinkem Satin, hat mörderische Absätze, hinten eine geschlossene Ferse, vorn einen breiten Riemen mit großer, ovaler Diamantschnalle und offene Zehen. Ein Peeptoe. Was gäbe ich darum, diesen pinken Peeptoe einmal an meinem Fuß zu haben…
Vielleicht mache ich die gestrige Tour entlang der Fifth Avenue mit Abstecher in die 54th Street noch einmal – im annähernden Sex and the City-Outfit und einem Blick, der sagt: „Wenn du mich rausschmeißt, halte ich dir in der Tür noch einmal meine schwarze American Express unter die Nase!“

Comments 3 Kommentare »

Ich glaube, so eine Kooperation hat es bisher nicht gegeben. Zumindest habe ich von keiner gehört. Deshalb finde ich es auch so äußerst kurios, dass man die Kollektion der Modekette H&M jetzt auch seinen Computerfiguren, den Sims, anziehen kann.

Ob diese Kooperation allerdings aufgeht, wage ich zu bezweifeln. Wer spielt die Sims? Ich habe das Spiel auch, finde es auch äußerst unterhaltsam. Jedoch braucht man dafür wahnsinnig viel Zeit, die ich nicht mehr habe. Ich möchte meinen, dass weniger Mädchen Computer spielen als Jungs, das ist ja nun weitgehend bekannt. Da Jungs nun also mehr spielen, ist die Chance, dass sich ein männlicher Konsument Add-Ons kauft, die fast so teuer sind, wie das eigentliche Spiel selbst, ziemlich hoch. Außerdem besitzen Mädchen meist den größeren Verstand, sich solch einen Plumpatsch erst gar nicht zu kaufen ;) .
Die Zielgruppe für H&M sind wohl überwiegend Mädchen. Ich kaufe auch bei H&M, allerdings nicht jeden alternativen Kram, die sie einem dort auf die Wühltische schmeißen. Ich bin sogar der Meinung, dass die H&M-Kollektion den größer werdenden Alternativ-Kram der pubertierenden Mädels (und Jungs) stark fördert - meiner Ansicht nach eine Fehlentwicklung. Aber wie dem auch sei, wenn nun Add-Ons bei den Jungs ankommen, H&M aber bei den Mädchen, wie ist dann die Marketingstrategie? Sollen Mädchen angeregt werden, Add-Ons zu kaufen? Sollen Jungs zu H&M gehen, wenn sie die tolle Mode auf dem Computer sehen?

Ob das aufgeht, vermag ich nicht zu sagen. Die Sims stelle ich mir aber lustig vor - kleine Computerfiguren, die mit dem Style-Add-On Dreadlocks bekommen haben und dazu einen neuen Alternativ-Look von H&M. Mal ehrlich, wer braucht so einen Kram?!

Hier das Beweisfoto:

Comments Keine Kommentare »

Auf www.pandora.dk kann man sich eine Wunschliste zusammenstellen. Für alle Steine, die ich gerne hätte, bräuchte ich mindestens noch ein zweites Armband. Aber das kaufe ich mir dann gerne selbst, wenn ich den Rest schon geschenkt bekomme :)

 

Comments Keine Kommentare »

Warum schwindet der Kajalstrich am unteren Augenlid mit zunehmender Tageszeit automatisch, hinterlässt aber später beim Abschminken auch mit dem gründlichsten Mittel noch einen dunklen Schatten?

Passend zum Thema: Mein Freund zum neuen Kajal: “Der ist aber toll, kann man damit auch auf Papier schreiben?”

Comments Keine Kommentare »

Ich hatte Geburtstag und ich habe ein Geschenk bekommen. Eines, das süchtig macht. Pandora heißt es und sieht folgendermaßen aus:

Es sind Armbänder, wahlweise auch Halsketten in Silber oder Gold, die zu Beginn aus der puren Kette bestehen. Alle Steine, die man dann darauf sieht, kann man sich einzeln kaufen und ganz individuell zusammenstellen. Eine Kette plus zwei Steine kostet ungefähr 100 Euro, die Steine in Silber fangen bei 19 Euro an. Und da geht das Dilemma los. Etwa 20 Steine passen an ein Armband. Da man sich allein aus den Kostengründen nie ein ganzes Armband auf einmal kauft, ist man ständig auf der Suche nach neuen Steinen. Das Konzept hat bei mir voll angeschlagen. Da der einzelne Stein vermeintlich nicht so teuer ist, kauft man sich schnell einmal einen. Ist das Armband aber voll, hat man einen Wert am Arm hängen, mit dem ich mich, wenn ich mir das bewusst machen würde, nicht trauen würde, aus dem Haus zu gehen.
Los ging das Leiden direkt an meinem Geburtstag. Mein Schatz hat mir das Armband geschenkt, zusammen mit einem Stein, auf dem Sonne, Mond und Sterne waren (”Damit du weißt, dass ich immer für dich da bin”) und einer Maus (”Damit du unsere Mädels (=Ratten) immer mit dir herumtragen kannst”). Noch am gleichen Tag waren wir in Timmendorfer Strand. Und was mache ich? Halte automatisch Ausschau nach einem Juwelier und dort dann ganz gezielt nach Pandora. Und ich habe Pandora gefunden. Und weil ich ja nun mal Geburtstag hatte, habe ich mir gleich noch einen Murano-Glasstein für 29 Euro gekauft.
Ein paar Tage später im Urlaub: Lina läuft durchs komplette Einkaufszentrum mit dem Pandora-Tunnelblick. Haben sie das hier? Nein. Dort? Auch nicht. Aber da, da liegen doch Pandorasteine! Und weil sie in Spanien nur fünf statt 19 Prozent Mehrwertsteuer haben, kosten die Steine dort nur 16,50 statt 19 Euro. Mein Schatz schenkt mir ein Herz (”Weil ich dich so liebe”) und ich schenke mir selbst einen weiteren Stein (”Weil ich ja schließlich im Urlaub bin - der ist eine Erinnerung daran!”).
Noch ein paar Tage später auf einem “Plagiat-Markt”: Lina hat den ultimativen Pandora-Blick entwickelt und findet den einzigen zwischen 200 Ständen heraus, der die kleinen Steinchen im Angebot hat. Fälschungen allerdings. Egal, ich finde einen Stein, der mit seinen Zirkonia-Steinchen innen drin etwa 50 Euro in Deutschland kosten soll und hier nur 20 Euro. Ich kaufe ihn (Zitat Verkäuferin: “Der ist original nachgemacht!”)

Wie soll das bloß weitergehen? Wie kann ich mich aus dem Haus bewegen, ohne auf Pandora-Suche zu sein? Wie kann ich mein Geld auf dem Konto lassen, wenn das Band noch sooo leer aussieht? Wie kann ich mich in die Königpassage begeben, wo gleich ein ganzer Pandora-Shop auf mich wartet? Und was zum Teufel mache ich, wenn ich mein gesamtes Vermögen in dieses Armband investiert habe und es voll ist? Fange ich mit einem zweiten an? Kaufe ich mir gar eine Kette (die es passenderweise genauso wie Ringe, Broschen und sonstigen Schmuck gibt)?
Ich weiß nicht, warum. Aber diese kleinen Steinchen üben eine magische Anziehungskraft aus, die jedes Mal “Kauf mich, an deinem Arm ist noch Platz” schreit. Hoffentlich hören die Stimmen in meinem Kopf auf, sobald am Arm kein Platz mehr ist. Obwohl meine Hoffnung gering ist - denn solange ich Geld habe, wird die Stimme wohl nicht versiegen. Und selbst wenn ich keines mehr habe - dann gibt es ja auch noch die zahlreichen Pandora-Fälschungen, deren Kauf sich mir momentan (bis auf meinen Ausrutscher auf dem Markt) noch verbietet.

Comments Keine Kommentare »

Ich möchte voller Stolz (und vielleicht ein bisschen Arroganz) behaupten, dass ich sie habe. Die langen Beine, die schlanke Taille und knackigen Hintern, die eine Bikinifigur ausmachen. Okay, mein Bauch, der macht mir zu schaffen, aber der Rest ist eigentlich ganz akzeptabel. Ich brauche keine Bikini-Figur-in-zwei-Wochen-Cornflakes, ich brauche nur die richtige Verpackung. Bisher waren meine Bikinis einfallslos, schwarz und womöglich noch in unmöglicher Form. Jetzt habe ich Geld, jetzt konnte ich mir einen wirklich schicken Bikini kaufen - einen von H&M. Klingt wie Ironie, ist es aber nicht.

Denn H&M ist längst nicht mehr H&M. H&M ist Madonna, Lagerfeld und Kylie Minogue. Und letztere hat mir zu einem wirklichen Prachtexemplar von Bikini verholfen. “Mut zur Farbe” lautete meine Parole und so schillert er nun in blau, grün und weiß von meinem sanft gebräunten Körper. H&M loves Kylie heißt die Kollektion und obwohl nun wirklich jedes Mädchen zwischen 15 und 25 in diesem Laden ihre Klamotten kauft, habe ich auf Gran Canaria keine gesehen, die meinen Bikini trug. Das wird sich am Ostseestrand vermutlich ändern.

Um diesen sinnfrei arroganten Beitrag noch einmal zu vertiefen, kommen hier (sobald die hochlade-Funktion wieder geht) noch einmal ein paar besonders aparte Bilder - man achte natürlich nur auf den Bikini und nicht auf die Trägerin!

Bikini 1 Bikini 2 Bikini 3

Comments 2 Kommentare »